Geld für Kanalarbeiten und Vorbereitungen

Gebühr für Abwasser stabil

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Mediengruppe Kreiszeitung

Rahden - Die Gebühren für die Abwasserentsorgung bleiben in Rahden stabil: Pro Kubikmeter Schmutzwasser fallen weiterhin 3,15 Euro sowie die zusätzliche monatliche Grundgebühr von 14 Euro an. Wie Ludger Ellers als Betriebsleiter des Wasserwerks am Montagabend im Betriebsausschuss erklärte, ist eine Einsparung aus einer verschobenen Sanierung der Grund für die konstanten Gebühren für ein weiteres Jahr. „Wir übertragen 80000 Euro ins nächste Jahr“, sagte Ellers. Für den Wirtschaftsplan 2017 prophezeite er jedoch schon jetzt eine Anhebung der Kosten: „Das wird uns nicht noch einmal gelingen, weil wir eine geringfügige rechnerische Unterdeckung haben.“

Insgesamt schließt der Wirtschaftsbetrieb für die Abwasserentsorgung Rahden das Geschäftsjahr mit einem Gewinn von 209000 Euro ab. Davon fließen Angaben Ellers zufolge 100000 Euro in den städtischen Haushalt, 109000 Euro dienen als Beitragsrücklage für den Eigenbetrieb. Als größte Positionen bei den Erlösen nannte Ellers während der Sitzung im Rathaus die Entsorgungsgebühren für Abwasser (2901000 Euro). Dem stehen Materialaufwendungen und Unterhaltsleistungen für die Anlagen und Fahrzeuge des Wasserwerkes (362000 Euro) sowie Betreiberentgelte gegenüber. Hintergrund: Der Betrieb Schumacher übernimmt seit 1993 die Kläranlage Rahden, dafür fallen 1130000 Euro an.

Auch für das Personal, die Verwaltung und EDV muss der Eigenbetrieb zahlen. Ebenso fallen für die Mitgliedschaft im Wasserverband „Große Aue“ Kosten für die Gewässerunterhaltung über die Verbandsumlage an, die gegenüber dem Vorjahr um 3000 Euro, von 6000 auf 9000 Euro, gestiegen ist.

Für das kommende Jahr rechnet Ellers mit einem Finanzbedarf von 1279000 Euro. Im entsprechenden Investitionsplan sind die Arbeiten am Kanalnetz an der Rahdener Flachsstraße (100000 Euro) sowie die Erschließung des Netzes für das erweiterte Gewerbegebiet in Pr. Ströhen (50000 Euro) vorgesehen.

Weitere 290000 Euro fallen für die Erneuerung des Mischwasser-Kanals im Rahmen der Arbeiten an der Flachsstraße an. Außerdem sollen die 20 Pumpstationen im gesamten Stadtgebiet saniert werden (50000 Euro). Für die Südring-Schleife sowie den Grünen Weg, wo das Wasser aufgrund der gestiegenen Bebauung nicht mehr vernünftig abfließt, müssen vorbereitende Arbeiten vorgenommen werden, berichtete Ellers den Ausschussmitgliedern. Für beide Projekte stellt der Abwasserbetrieb allein für die Vorbereitungen zusammen 10000 Euro bereit, der Baubeginn ist jeweils für das Jahr 2017 vorgesehen. Bereits im nächsten Jahr rechnet Ellers damit, dass die Druckrohrleitungen in Wehe saniert werden müssen (290000 Euro). „Die Rohre sind seit 35 Jahren im Betrieb und es hat sich sehr viel Rost gebildet“, sagte Ellers.

Abschließend verwies er auf 50000 Euro im Investitionsplan. Diese bezeichnete er als „Angstpositionen“. „Ich hoffe, dass wir sie nicht brauchen. Aber falls Hausanschlüsse hergestellt werden müssen oder kleinere Erweiterungen anstehen, können wir darauf zurückgreifen.“

abo

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