Mitglieder der Initiative „Rahden – hilft“ gründen Verein

Gegen Barrieren und für mehr Miteinander kämpfen

Voller Tatendrang: Melanie Rahner (v.l.), Bernd Rieke, Anja Rieke-Barsch, Niclas Paradies, Janine Albrecht-Koch und Joana Döpke geben dem neuen Verein „Rahden – hilft“ als Vorstand ein Gesicht.  - Foto: Rohlfing

Rahden - Die Mitglieder der Initiative „Rahden – hilft“ haben am Donnerstagabend den gleichnamigen Verein gegründet. Unter dem Motto „Grenzen überwinden – Beheimatete und Geflüchtete auf Augenhöhe zusammenführen“ sollen unter anderem wiederkehrend Veranstaltungen und Projekte angeboten werden. An die Spitze des Vereins wählten die zehn Gründungsmitglieder für zwei Jahre Anja Rieke-Barsch.

„Wir wollen Begegnungen schaffen“, erklärt Rieke-Barsch. Sie finde toll, was schon in Rahden gemacht werde. Darum verstehe sich der neue Verein auch nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu Bestehendem. Eine Zusammenarbeit sei durchaus geplant. „Unser Ansatz kommt nur aus einer anderen Richtung“, erläutert Anja Rieke-Barsch. „Wir wollen die Rahdener mit ins Boot kriegen, wollen Barrieren abbauen und mehr Miteinander erreichen.“ Das Wort „Integration“ solle mit Leben gefüllt werden.

An die Seite der Vorsitzenden wählten die Gründungsmitglieder Janine Albrecht-Koch als zweite Vorsitzende sowie Bernd Rieke (Kassierer), Joana Döpke (Schriftführerin) und Niclas Paradies (Beisitzer). Die Kasse wird Melanie Rahner prüfen.

Fördern will der Verein laut Satzung die internationale Gesinnung, die Toleranz auf allen Gebieten der Kultur, den Völkerverständigungsgedanken sowie bürgerschaftliches Engagement zugunsten gemeinnütziger und mildtätiger Zwecke. Weiterer Zweck des Vereins ist die Förderung der allgemeinen Hilfe für politisch, ethnisch oder religiös Verfolgte, für Flüchtlinge, Vertriebene, Aussiedler, Spätaussiedler, Kriegsopfer, Kriegshinterbliebene, Kriegsbeschädigte und Kriegsgefangene, Zivilbeschädigte und Behinderte sowie für Opfer von Straftaten.

Als Ziele des Vereins nennt die Satzung die Zusammenführung von Anwohnern und Flüchtlingen, um so mögliche Vorurteile abzubauen. Insbesondere soll durch den gemeinsamen Kontakt geholfen werden, Sprachbarrieren abzubauen. Weitere Ziele sind die Integration neuer Mitbürger sowie die Unterstützung in Krisensituationen durch Dialoge und Zusammenarbeit. Auch die Gründung und Unterhaltung einer Begegnungsstätte mit kulturellem Austausch und verschiedenen Aktivitäten für alle Menschen ist in der Satzung als Ziel genannt. Mitglied werden können in dem neuen Verein natürliche und juristische Personen. Der Mindestbeitrag beträgt zwölf Euro pro Jahr.

Stand 15. Juni lebten 350 Flüchtlinge in der Auestadt, weiß Anja Rieke-Barsch. Zu ihnen gehörten 33 Familien und 90 Kinder. „Viele sind schon anderthalb Jahre hier und haben noch nicht den Status Asylbewerber.“ Der sei aber wichtig, um Anspruch auf einen Integrationskurs und vieles mehr zu haben. „Wir wollen uns auch einen Durchblick bei den bürokratischen Abläufen verschaffen“, erklärt die Vereinsvorsitzende. Als nächste Aktivitäten sind ein Kaffeetrinken für Familien und eine Tauschbörse angedacht.

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