Gebührenanpassung / Bäder machen Verlust

Wasser wird sechs Cent teurer

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Betriebsleiter Ludger Ellers und sein Team sorgen im Wasserwerk in Wehe dafür, dass alle Rahdener mit sauberem Trinkwasser versorgt werden. Dafür fallen demnächst höhere Gebühren an. Archivfoto: Bokelmann

Rahden - Für ihr Wasser müssen die Rahdener künftig wohl tiefer in die Tasche greifen müssen: Die Gebühren werden um sechs Cent pro Kubikmeter von 1,29 auf 1,35 Euro je Kubikmeter angehoben. So schlägt es der Betriebsausschuss Wasser und Abwasser zunächst dem Rat der Stadt Rahden vor, der seine Entscheidung morgen bei seiner Sitzung fällen wird. Diese beginnt um 17 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Sielhorst.

Grund für die Gebührenanhebung sind in erster Linie die Steuerzahlungen an das Finanzamt, da keine Verrechnung mehr mit den städtischen Bädern möglich ist, erklärte Ludger Ellers bei der Sitzung am Montag. Denn seit 2010 werden die städtischen Bäder gemäß der Verordnungen als Eigenbetrieb geführt.

Die Sparte Wasserversorgung im Eigenbetrieb der Stadt Rahden schließt das Jahr mit einem Gewinn von 127000 Euro ab, die Gebührenanpassung und Zuschüsse von der Stadtsparkasse bereits in den Plan eingerechnet. Die Mehreinnahmen werden innerhalb des Eigenbetriebs Wasserwerk und städtische Bäder verrechnet und dienen dazu, den erwarteten Verlust der Bädersparte auszugleichen, erklärte Ellers.

Denn „die Bäder sind unser Sorgenkind“, so der Verwaltungsmitarbeiter. Ein Verlust von 98000 Euro steht dort im Jahresergebnis, machte Ellers deutlich. Die Aufwendungen für unter anderem die Gebäudeunterhaltung, die Wasseraufbereitung sowie Dienstleistungen in Form von Reinigung und Bewachung stehen mit 159000 Euro lediglich 76000 Euro bei den Erlösen gegenüber. Zwar seien die Besucherzahlen des Freibades aufgrund des schlechten Sommers rückläufig gewesen, „das ist aber nicht der Grund für den Verlust“, so Ellers. Teuer sei vor allem die Sanierung der Außenfassade des Hallenbades gewesen. Für 2016 sind zunächst keine weiteren Maßnahmen vorgesehen.

Auch weitere Erhöhungen für die Wassergebühr seien in den nächsten Jahren erstmal nicht geplant, antwortete Ellers auf eine Frage von Friedrich Schepsmeier (SPD). „Natürlich sind Steigerungen durch inflationär bedingte Schwankungen möglich“, sicherte sich der Leiter der Eigenbetriebe ab. Er gehe ferner nicht davon aus, dass der Wasserverbrauch steigen werde, so Ellers. Neue Techniken und das Verbraucherverhalten deuteten darauf hin.

Für das kommende Jahr sind im Investitionsplan für die Wassersparte 446000 Euro eingestellt worden, davon entfallen 54000 Euro für die Erneuerung von Hausanschlüssen. „Das machen wir prophylaktisch, bevor es später Schäden gibt“, erklärte Ellers. Außerdem plant die Stadtsparkasse zwei Baugebiete zu erschließen – das Kleinendorfer Feld und das Baugebiet Rödenbeck –, und das Gewerbegebiet in Pr. Ströhen braucht ein entsprechendes Rohrnetz. Zudem sollen die Wasserleitungen am Lerchenweg und an der Flachsstraße erneuert werden.

Aufgrund von Kupfer- und Eisenablagerungen stehen Arbeiten an den Brunnen des Wasserwerks an. Während für eine Rückwärtsspülung aller Brunnen 20000 Euro einkalkuliert wurden, ist die gleiche Summe für Vorbereitungsarbeiten für den Neubau eines Brunnens vorgesehen. „Der Brunnen selbst wird etwa 150000 Euro kosten“, führte Ellers aus. Dieser sei nötig, weil die Leistung an Brunnen zwei nachlasse.

abo

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