Premiere des Rahdener Internationalen Oster-Cups wird zu einem Fest der Begegnungen

Fußballturnier bietet Flüchtlingen Abwechslung zum tristen Alltag

Die Teilnehmer schenkten sich keine Tore, wie auch beim Spiel zwischen den Mannschaften „Atletico Oppendorf“ (in schwarz) gegen „Tonnenheide Metro-Stars“ deutlich wurde. - Foto: Bokelmann

Rahden - In erster Linie ging es beim ersten Fußball-Cup auf dem Soccer-Feld im Westfalen Hof in Rahden um Spaß und Gemeinschaft. Dort lieferten sich am Montagnachmittag Flüchtlinge aus Stemwede und Rahden in gemischten Teams mit heimischen Akteuren spannende Spiele voller Körpereinsatz.

Am Ende brachte taktische Raffinesse die Entscheidung, teilt die Turnierleitung, Christian und Peter Schepsmeier, mit. So ging das Team „Inter Levern“ als Sieger des Internationalen Rahdener Oster-Cups hervor. Die Mannschaft gewann das Finale gegen „Roter Stern Rahden“ mit 5:2. „Ein verdienter Sieg, vor allem weil Rahden dem Stellungsspiel der Leverner wenig entgegenzusetzen hatte“, fassen die Brüder zusammen. Im Spiel um Platz drei unterlag „Arsenal Nienburg“ den „Grasshoppers Wehe“ (3:5).

Die Idee für den sportlichen Wettbewerb hatten Schepsmeiers, als sie zu Weihnachten mit einigen Flüchtlingen in einer Halle Fußball spielten. „Wir spielen schon seit Jahren aus Spaß“, so Peter Schepsmeier. Die Freude an der Sportart wollte er teilen und organisierte mit seinem Bruder Christian den Oster-Cup. Für diesen stellte der Westfalen Hof drei Stunden lang das Soccer-Feld zur Verfügung. Jeweils zwei Partien trugen die Mannschaften zeitgleich aus – eine Begegnung dauerte 15 Minuten und brachte die Männer ordentlich ins Schwitzen.

Neben dem Pokal für „Inter Levern“ und Preisen für die Zweit- und Drittplatzierten – Schuh und Sport Obermann hatte Fußbälle und Trikots gesponsert – gab es für den besten Spieler einen zusätzlichen Gewinn. Die Trophäe bekam Bahaa Bakour von „Roter Stern Rahden“. Der Syrer überzeugte mit seiner souveränen und fairen Spielweise, mit körperlicher Präsenz und einem überragenden Aufbauspiel, heißt es zur Entscheidung.

Teilgenommen hatten rund 50 Spieler in acht Teams, darunter mehr als 40 Flüchtlinge. Zusätzlich zu den genannten Mannschaften waren folgende Teams dabei: Lokomotive Oppendorf, Espelkamp United, Atletico Oppenwehe und Tonnenheide Metro-Stars. Zusammen mit rund 30 Zuschauern machten die Spieler, die erst vor Ort in Teams eingeteilt wurden, die Premiere zu einem Fußballfest und zu einem Ort der Begegnung, freuen sich die Organisatoren über den großen Zuspruch ihrer Aktion.

Das Spielfeld sei nämlich vor allem „ein offener Raum, in dem man sich kennenlernen konnte“ gewesen. Menschen, die sich vorher noch nie unterhalten hatten, wurden zu fairen Mitspielern, lobt Peter Schepsmeier das Fairplay aller Beteiligten.

Morteza Noor Mohammadi aus Afghanistan freute sich über die Initiative der Fußball-Freunde: „Der Alltag ist für uns Flüchtlinge oft trist. Das Turnier hat uns Abwechslung ermöglicht.“ - abo

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