Friedhelm Ortgies wird bei der Landtagswahl 2017 nicht noch einmal kandidieren

Die Karten im Wahlkreis werden neu gemischt

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CDU-Kreisvorsitzende Kirstin Korte und Landtagsabgeordneter Friedhelm Ortgies planen für die Landtagswahl 2017. Der heimische Politiker wird dabei nicht erneut antreten.

Minden-Lübbecke - Als die CDU bei den Landtagswahlen im Jahr 2000 nach 20 Jahren erstmals die Mehrheit der Stimmen erzielte, war die Freude groß.

Seitdem wurde der heimische Landtagsabgeordnete Friedhelm Ortgies vier Mal wiedergewählt, hat Höhen und Tiefen sowie Veränderungen miterlebt. Bei den Landtagswahlen im kommenden Jahr wird er aber nicht noch einmal antreten. „Es ist Zeit, den Platz für Neue zu räumen“, erklärte Ortgies gestern in Rahden.

Der personelle Neuanfang der CDU im Mühlenkreis sei keine Überraschung. „Es ist kein Geheimnis, dass ich zeitgleich mit den Wahlen 67 Jahre alt werde“, so der Landtagsabgeordnete des Wahlkreises 88 (Altkreis Lübbecke, Hille und Petershagen). Nach rund 17 Jahren in Düsseldorf ist für Ortgies also Schluss.

Für sein Engagement bedankte sich gestern die CDU-Kreisvorsitzende Kirstin Korte. „Friedhelm war stets ein kompetenter Ansprechpartner für Anliegen aus dem Bereich Natur- und Verbraucherschutz“, hob sie hervor. Von 2005 bis 2010 war Ortgies Sprecher des Arbeitskreises Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der CDU-Landtagsfraktion, seit 2010 ist er Vorsitzender des Ausschusses für Klimaschutz, Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie seit 2012 zusätzlich Sprecher der OWL- CDU-Landtagsabgeordneten.

Nun werden die Karten neu gemischt. Aus den Stadt- und Gemeindeverbänden haben laut Korte bereits einige Mitglieder Interesse am Mandat gezeigt. Das führt Ortgies darauf zurück, dass „wir nicht ganz schlecht da stehen“. So sieht er gute Chancen, die Wahl in seinem Bezirk, übrigens dem größten im Bundesland, über ein Direktmandat zu gewinnen. Zudem punktet der Mühlenkreis laut Ortgies mit einer guten Struktur in Sachen Landwirtschaft und Mittelstand. „Wir haben seit Jahren eine gute wirtschaftliche Entwicklung und eine geringe Arbeitslosenquote.“

Ob aus Stemwede oder Rahden Namen auf der Nachfolge-Liste des Landtagskandidaten auftauchen? Andreas Weingärtner (CDU Stemwede) sagt auf Nachfrage: „Wir haben das bei uns noch nicht thematisiert.“ Bianca Winkelmann (CDU Rahden) hingegen bekundete bereits in der Vergangenheit ihr Interesse. Endgültig entschieden hat sie sich aber noch nicht.

„Vor uns liegen anderthalb turbulente Jahre“, blickt der scheidende Landtagsabgeordnete in die Zukunft. Nicht nur die Wahl werde die Zeit prägen, sondern auch Themen wie die Silvesternacht in Köln und der Flüchtlingsstrom. „Damit wird sich mein Nachfolger noch beschäftigen müssen“, meint Ortgies mit Blick auf die Asylbewerber. Seiner Meinung nach werden diese die Bevölkerungsentwicklung im Wahlkreis gravierend verändern.

Bis Mitte des Jahres will der CDU-Kreisvorstand Delegierte nominieren. „Wir bieten damit ausreichend Gelegenheit, sich vorzustellen“, erklärt Korte zum Zeitplan. Am 6. Juni steht die Aufstellungsveranstaltung an. Ein knappes Jahr hat der Nachfolger Zeit, sich bis zur Landtagswahl im Mai 2017 einzuarbeiten. „Das dürfte reichen, um eine gute Nachfolge anzutreten“, ist Korte überzeugt. Gestern Abend teilte Friedhelm Ortgies den Mitgliedern des Kreisvorstands seine Entscheidung mit.

abo

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