Friedhelm Ortgies erklärt sich bereit, Fläche zur Verfügung zu stellen / „Pattweg“ könnte zukünftig Richtung Innenstadt führen

Anlieger schlagen neue Alternativen für Werkstraße vor

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Der Rundgang führte an der Weher Straße entlang. Eine neue Möglichkeit, von der Straße Lange Reihe dorthin zu gelangen, stellte Friedhelm Ortgies (vorne) nun vor.

Rahden - Der Antrag der Eisengießerei Meier Guss, einen Abschnitt der Straße „Auf der Welle“ in eine Werkstraße umzuwandeln, sorgt für Diskussionen. Um sich alternative Wege für Anlieger Richtung Innenstadt nicht nur auf dem Papier anzuschauen, wanderten nun rund 50 Anwohner und Ratsmitglieder auf Einladung von Ortsvorsteher Reinhard Warner (CDU) über die Straßen Lange Reihe und Stellerloh zur Weher Straße. Dabei zeichneten sich mögliche Strecken für einen neuen Geh- und Radweg ab.

Eine davon ist ein „Pattweg“, der parallel zu der Straße Stellerloh liegt, allerdings rund 100 Meter weiter westlich. Ein Ingenieur-Büro hatte diese Route vorgeschlagen. Doch der Weg birgt laut Reinhard Warner Tücken: Er verlaufe direkt neben Maisfeldern und sei unbeleuchtet. Würden die Anwohner den „Pattweg“ benutzen, müssten sie einen Umweg von rund 1200 Metern in Kauf nehmen.

Einen weitere Option zeigte Anliegerin Sabine Warner auf: Eine alternative Wegführung könnte mit dem „Pattweg“ starten, aber auf halber Strecke in Höhe einer Böschung nach links in Richtung Weher Straße abknicken. Sie versicherte, dass auf ihrem Grundstück, das an den „Pattweg“ grenze, kein Mais angebaut wird. Für Beleuchtung könnten Solar-Lampen sorgen, schlug sie vor.

CDU-Politiker und Anlieger Friedhelm Ortgies machte darauf aufmerksam, dass es damals auf dem Gelände der Eisengießerei einen zusätzlichen Weg von der Straße Lange Reihe zur Weher Straße gegeben habe, der heute unter anderem durch Lagerhallen versperrt ist. Nahe dieser Fläche auf der östlichen Seite des Betriebsgeländes könnte die Firma Meier Guss ein wenig Grundstück anbieten. Ortgies würde dann eine daran anschließende Fläche für einen Geh- und Radweg zur Verfügung stellen.

„Ich mache den Weg frei – allerdings mit Bauchschmerzen“, sagte Ortgies auf Anfrage. Bisher hatte er sich geweigert, auf Teile seines Grundstücks zu verzichten. Nun will er den „schwarzen Peter“ abgeben und weiteren Planungen nicht im Wege stehen. Eine ideale Lösung sieht er in dieser Option trotzdem nicht: „Ich halte diesen Standort insgesamt für suboptimal.“

Einer Umleitung des Verkehrs auf die Straße Stellerloh standen die Anwohner kritisch gegenüber. Dort könnten sich keine zwei Fahrzeuge begegnen, merkte ein Anwohner mit Blick auf die schmale Straße an. Das Problem würde mit einer Umleitung über Stellerloh nur vor die Haustür der Anwohner verschoben. Dort wäre es dann gefährlicher als zurzeit an der Straße Auf der Welle. Die Haltestelle des Schulbusses, die an einer Kreuzung steht, verschärft die Situation zusätzlich, waren sich die Anwohner einig.

Auch die Gleise neben dem Werksgelände von Meier Guss schauten sich die Anwohner und Ratsmitglieder an – immerhin hatte Anwalt Volker Nicolaus in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses drei Alternativen für einen Rad- und Fußweg über die Schienen vorgestellt. Bei deren Anblick kam bei mehreren Teilnehmern Skepsis auf. Ob die Alternativen von Nicolaus rechtlich realisierbar sind, ist noch offen.

ks

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