Förderung für Innenstadtsanierung wird verlängert / Erst Finanzen, dann Inhalt

Weitere Bereiche mit Handlungsbedarf

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Am Glindower Platz laufen derzeit die Arbeiten. Sie sollen im August abgeschlossen werden.

Rahden - Eine gute Nachricht hatte Dieter Drunagel für die Mitglieder des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses in Rahden: „Die Innenstadtsanierung kann weitergehen“, verkündete der Bauamtsleiter. Dafür müssten nun rechtzeitig die Weichen gestellt werden, indem die entsprechenden Fördermittel in Detmold beantragt werden.

Carsten Lottner von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklung (DSK) sprach von 2,93 Millionen Euro, die mit der ISEK-Verlängerung aufgestockt worden seien. Es verbleibe ein Eigenanteil der Kommunen von 1,38 Millionen Euro, so der Fachmann im Bereich Quartiers- und Citymanagement. Für Rahden sei der entsprechende Antrag über 300000 Euro gestellt worden.

Bei allen Fördergeldern müsse man die Eigenleistung im Auge behalten, mahnte Bianca Winkelmann (CDU) zur Vorsicht. „Der 70-prozentige Fördersatz ist fix“, beruhigte Lottner, dass man den Zeitraum auch hinsichtlich des Eigenanteils strecken könne.

Das im März 2009 beschlossene „Integrierte städtische Entwicklungskonzept Rahden-Innenstadt“ (ISEK) unterstützt Maßnahmen im öffentlichen Raum und Gebäudebestand. „Ein Großteil der Maßnahmen ist erfolgreich umgesetzt“, erinnerte Drunagel und nannte den Alten Markt, die Katzengasse sowie diverse private Gebäudemodernisierungen.

Derzeit liefen die Arbeiten am Glindower Platz, die voraussichtlich bis August andauern. Zudem hätte sich ein privater Investor für die ehemalige Amtsparkasse gefunden. Inzwischen hätten sich aber neue Bereiche mit „dringendem Handlungsbedarf“ aufgetan, so Drunagel. Ihm zufolge sollen die Gerichtsstraße, die Gebäude am Alten Kirchplatz sowie Rad- und Fußwege modernisiert werden. Lottner erklärte, dass man bei der Gerichtsstraße einen Lückenschluss erreichen wolle. „Wenn die Arbeiten am Glindower Platz abgeschlossen sind, wollen wir einen Bruch vermeiden“, erklärte Drunagel. Denn die an die modernisierten Objekte angrenzenden Bereiche würden meist alt aussehen.

Drunagel signalisierte, dass die Arbeiten an der Wehme noch dieses Jahr bewilligt werden, nachdem Claus-Dieter Brüning (SPD) kritisiert hatte, dass ihm die Maßnahmen nicht schnell genug gehen. Bei Stadtführungen werde er immer wieder auf fehlende Sitzgelegenheiten angesprochen, die alternativ über Spenden zu finanzieren wären. „Es soll alles zusammenpassen“, mahnte Drunagel, dass keine weiteren Baustellen eröffnet werden sollten.

Carsten Lottner stellte weitere Projekte für die Sanierung vor. Er sprach von einer Umgestaltung der Stein- und der Langen Straße sowie der Sanierung kommunaler Immobilien wie Grundschule und Stadtbücherei. Diesbezüglich erklärte er, dass Objekte auch außerhalb des definierten Bereichs liegen könnten. „Sie müssen lediglich Bezug zur Innenstadt haben“, sagte Lottner.

Vorschlag: Kantoren-

und Ärztehaus

Daher schlug Brüning vor, das Kantorenhaus in die Pläne aufzunehmen. Gundel Schmidt-Tschech (FWG) regte an, Flächen innerhalb des Sanierungsgebiets zu tauschen und somit das geplante Ärztehaus an der Feldstraße zu fördern.

„Die inhaltliche Fortschreibung müssen wir noch festlegen“, verwies Drunagel auf die Ausgestaltung. „Erstmal müssen wir in Detmold einen Fuß in die Tür bekommen“, drängte er auf eine Entscheidung zur Verlängerung der Periode. Dazu muss auch die in der Sanierungssatzung festgelegte Geltungsdauer mit Befristung zum 31. Dezember diesen Jahres verlängert werden. Die Verwaltung sprach sich für einen Zeitraum von fünf Jahren aus. Das entspricht der ISEK-Verlängerung bis 2020. Darüber hinaus wurden die Vergaberichtlinien punktuell angepasst.

abo

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