Feuerwehrausschuss empfiehlt Gelder für Ausrüstungsgegenstände

Pflichtaustausch ist mit enormen Kosten verbunden

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Mark Ruhnau (l.) und Carsten Kunter machten während der Ausschusssitzung deutlich, wofür das Geld im Einzelnen verwendet werden soll.

Rahden - Damit die Mitglieder der Feuerwehr der Stadt Rahden auch zukünftig bei Löscheinsätzen schnell reagieren können, muss ihre Ausrüstung stets auf dem neuesten Stand sein. Dass die erforderlichen Anschaffungen nicht gerade günstig sind, machten die Ausführungen von Wehrführer Mark Ruhnau am Dienstagabend in der Sitzung des Feuerwehrausschusses deutlich. Zum Schluss einigten sich dessen Mitglieder darauf, dem Rat die Bereitstellung von 78000 Euro für technische Geräte sowie weiteren 23500 Euro für Kleidung im Haushaltsplan 2016 zu empfehlen.

Die Mittel werden für diverse Ausrüstgegenstände, die weitere Einführung des Digitalfunks und die Neuanschaffung von Atemschutzgeräteträgern verwendet, erläuterte Ruhnau und machte deutlich, dass die Kosten durchaus berechtigt seien: „Es handelt sich um einen Pflichtaustausch aufgrund der Vorgaben und keine grundsätzlichen Neuanschaffungen.“

„Für den Digitalfunk haben wir im Jahr 2015 insgesamt 25 neue Handfunkgeräte angeschafft“, berichtete der Wehrführer den Ausschussmitgliedern und Feuerwehrmännern. Es sind aber weitere 18 „normale Handfunkgeräte“ sowie vier besonders Explosions-geschützte Geräte für den Einsatz unter erschwerten Bedingungen nötig. „Dafür reichen die Mittel nicht aus“, so Ruhnau, denn insbesondere letztgenannte Geräte schlagen mit 1795 Euro pro Stück mit „enormen Preisen“ zu Buche. Das „normale Handfunkgerät“ kostet laut Ruhnau 110 Euro, hinzu kommen Antenne, Clip und Fahrzeughalterung.

Ferner hätten die Feuerwehrmitglieder festgestellt, dass die digitalen Funkgeräte regelmäßige Updates benötigen. Vier Mal habe es schon eine neuere Version gegeben, eine weitere steht bevor. Die Programmierung der derzeit 18 Fahrzeug- sowie 43 Handfunkgeräte bedeute einen enormen Zeitaufwand – pro Gerät sind laut Ruhnau 15 Minuten nötig. „So fallen 21 Stunden reine Programmierdauer an, ohne Anfahrts- und Nebenzeit“, rechnete Ruhnau vor. Es gebe inzwischen Stationen, bei denen sechs Geräte parallel programmiert werden können. Dieses kostet jedoch 1300 Euro. Allein für den Digitalfunk fallen somit Kosten von 32000 Euro an. Die Summe lasse sich auf zwei Jahre splitten – im ersten Schritt schlug Ruhnau 931 Euro vor.

Doch damit ist es noch nicht getan. Auch die Atemschutzgeräte der Freiwilligen Feuerwehr Rahden müssen nach und nach an allen Standorten ersetzt werden, da der Hersteller mitgeteilt hatte, dass künftig keine Ersatzteile mehr geliefert werden können. Davon sind zwölf Geräte unmittelbar betroffen – das entspricht einem nötigen Betrag von 18900 Euro.

Bis 2020 müssten die weiteren 33 Geräte ebenfalls ersetzt werden. Die Feuerwehr hat sich bereits um Angebote bemüht und schlug nun folgendes vor: Ein Hersteller will alle Geräte im Stadtgebiet zeitgleich ersetzen. Dadurch würden weitere Wartungskosten von rund 19300 Euro entfallen. Das Angebot beinhaltet zudem, dass die aktuell noch nicht ausgelaufenen Geräte in Zahlung genommen und die Atemschutzmasken auf das moderne Modell umgestellt werden.

Für diese Lösung, bei der 45 Atemschutzgeräte angeschafft werden sollen, würden Kosten von 42000 Euro anfallen. Diese wären im Haushalt der Stadt einzustellen. Bianca Winkelmann (CDU) hielt das Angebot für attraktiv und auch Thomas Möller (SPD) erklärte, dass „wir leichter kein Geld sparen können“.

Weitere 23500 Euro sollen für den Kauf von neuen Kleidungsstücken für die Mitglieder der Freiwilligen und der Jugendfeuerwehr bei den Haushaltsplänen berücksichtigt werden. Dies sei nötig, weil neue Kräfte vollständig neu eingekleidet werden müssten beziehungsweise die vorhandenen Sachen aufgrund von Verschleiß nicht mehr der Norm entsprechen.

abo

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