Klaus-Dieter Döpke regiert bei den Alt-, Joana Döpke bei den Jungschützen

Fest der Rahdener Gilde wird zur Familienfeier

Auf den Schultern von Udo Blase (l.) und Jens Engling wurde Klaus-Dieter Döpke (Mitte) ins Zelt getragen. Er hatte sich beim Ringen um die Würde des Schützenkönigs 2016/17 durchgesetzt. - Fotos: Bokelmann

Rahden - Auf einem Teppich aus exakt 699 Patronenhülsen standen die Jungschützen zuletzt, als der Adler sich endlich von der Stange löste. Am Ende erlegte Joana Döpke den Vogel und machte dem bangen Warten ein Ende. Zuvor hatte bereits ihr Vater Klaus-Dieter Döpke bei den Altschützen den Königstitel errungen. Somit wurde das Schützenfest der Rahdener Gilde zugleich zur Familienfeier.

Klaus-Dieter Döpke wird gemeinsam mit Ehefrau Bea Döpke die Nachfolge der Majestäten Detering antreten. Als persönliche Adjutanten stehen ihnen während der Festsaison Udo Högemeier und Bettina Hoischen sowie Wolfgang und Waltraud Kaspelherr zur Seite.

Nahezu ungläubig sah Döpke den Adler nach dem 254. Schuss gestern Nachmittag zu Boden segeln. Und es herrschte zunächst auch erstauntes Schweigen seitens des Publikums, das den Wettkampf um die Königswürde beobachtete. Doch dann brach der Jubel los und zahlreiche Gratulanten stürmten unter die Schirme, die an der Wehme aufgestellt waren und unter denen die Thronanwärter den Wettbewerb ausgetragen hatten.

Klaus-Dieter Döpke, der in Rahden eine Versicherungsagentur betreibt, nennt somit nun schon zum zweiten Mal den Königstitel der Rahdener Schützengilde sein Eigen, denn bereits im Jahr 2004 hatte er ein sicheres Händchen beim Schießen bewiesen und den Thron bestiegen.

Über einen Mangel an Interessenten können sich die Verantwortlichen der Schützengilde sicher nicht beklagen: So hatte Torsten Wiefhoff mit dem 96. Schuss die Krone vom Adler geschossen, Timo Spreen den Apfel mit dem 125. Schuss und Wilfried Langschmidt holte sich mit dem 149. Schuss das Zepter. Als Sturmschützen trugen sich Wilhelm Spreen, Dieter Koch und Torsten Wiefhoff in die Liste ein. Mit der Ehre des Vizekönigs der Rahdener Schützengilde musste sich Torsten Wiefhoff zufrieden geben.

Großer Jubel brach aus, nachdem es Joana Döpke letztlich gelungen war, den Adler der Jungschützen zu erlegen.

Während bei den Altschützen bereits lange fest stand, wer die Insignien tragen darf, dauerte es bei den Jungschützen über vier Stunden, bis der hartnäckige Vogel sich löste. Die Krone war schon beim elften Schuss von Justine Siemering Geschichte, das Zepter beim 64. Schuss von Ann-Kathrin Koch und der Reichsapfel schließlich bei Thomas Kröger (81. Schuss). Doch dann ging das Zittern erst richtig los. Die Geschwister Joana und Vanessa Döpke lieferten sich einen ehrgeizigen Wettkampf und hielten bis zum Schluss auf das Ziel in luftiger Höhe. Schließlich galt es Vater Klaus-Dieter Döpke nachzueifern, was Joana Döpke dann mit dem 445. Schuss gelang. Sie wird gemeinsam mit Max Möller den Thron besteigen.

Bereits am Sonnabend hatte sich beim Nachwuchs entschieden, wer das Zepter für ein Jahr nehmen darf. Bei den Kindern regieren Julian Pfaffl und Shayn Radert, unterstützt von Adjutantin Sontje Klasing. Neuer Jugendkönig ist Justin Hedrich mit Aemy Radert. Jason Radert und Sara Klasing übernehmen die Posten der Adjutanten.

Am Freitag hatte Major Ulrich Beerhorst verdiente Schützen ausgezeichnet und Beförderungen vorgenommen. Bericht folgt.

abo

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