Lea Fangmeier und Alina Noch testen mit Schülern Trendsportarten

Akrobatik auf dem Hocker

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Trendsportarten mit Spaßfaktor: Alina Noch (l.) und Lea Fangmeier haben Crossboccia und Sporthockern getestet. Beide Sportarten sind es Wert ausprobiert zu werden, finden die beiden FSJ’ler im Stadtsportverband Rahden.

Rahden - Wer die Ferienzeit schon reichlich zum Schwimmen, Radfahren oder Inliner-Fahren genutzt hatte und Neues ausprobieren wollte, für den gab es Trend- und Funsportarten zu entdecken. „Sporthockern“ und „Crossboccia“ haben Lea Fangmeier und Alina Noch, beide Mitarbeiterinnen im Freiwilligen Sozialen Jahr im Sport beim Stadtsportverband Rahden, für diese Zeitung mit einigen Schülern getestet.

Ob durch die Luft wirbeln, auf der Sitzfläche balancieren, den Hocker rollen und draufspringen – beim Sporthockern kann jeder seiner Kreativität freien Lauf lassen. Alles ist möglich: Tricks, Moves und Sprünge, die an Skateboarding, Breakdance, Akrobatik oder Jonglage erinnern. Festgelegte Übungen gibt es bei dem vor rund zehn Jahren von Kieler Studenten erfundenen Funsport nicht.

Ganz neu ist die Idee des Sporthockerns wiederum auch nicht. Viele Zirkus- oder Bühnenakrobaten machen schon seit langer Zeit Kunststücke mit Hockern oder Stühlen. Trend wurde der Sport erst, nachdem zwei Brüder aus Berlin einen speziellen Sporthocker entwickelt hatten, der inzwischen mehrere Design Awards gewonnen hat. Der rund zwei Kilogramm schwere Hocker ist aus bruchsicherem Polyethylen und eignet sich zum Werfen, Fangen, Balancieren und natürlich zum Sitzen.

„Die Kinder wussten am Anfang nicht, was sie mit dem Hocker anfangen sollen“, erklärt Lea Fangmeier. „Der erste Impuls war draufsetzen.“ Da sie die Tricks schwierig zu erklären fand, hat die Rahdenerin den Grundschülern Bildern von Übungen mitgebracht. Das habe geholfen, einen Einstieg zu finden und Dinge auszuprobieren. Die Erfinder des Sporthockerns werben damit, dass in kürzester Zeit verschiedene Tricks gelernt werden können. „Das stimmt“, bestätigt die 20-Jährige. Der Hocker habe die Kinder motiviert, immer neue Dinge auszuprobieren. „Sie brauchen aber unbedingt Hilfe.“ Der Hersteller empfiehlt Schutzausrüstung wie beim Inline-Skaten.

Sporthockern sei ein toller Spaß für Kinder ab dem Grundschulalter bis hin zu Jugendlichen, lautet Lea Fangmeiers Fazit. Kinder gingen unbedarft an das Gerät heran. Das sei bei Erwachsenen, die vorher mit Turnen oder Akrobatik nichts zu tun gehabt hätten, schon schwieriger. „Schade war, dass wir nur einen Hocker hatten. Da mussten immer einige warten.“ Ein Original-Sporthocker hat im Fachhandel mit rund 100 Euro einen stolzen Anschaffungspreis. Zusätzlich zum Sportgerät eignet er sich aber auch als Designer-Möbelstück.

Mit einem Preis ab rund 30 Euro ist ein Crossboccia-Set um einiges günstiger. Das Spiel funktioniert ähnlich wie der große Bruder Boccia. Der eigene Ball muss möglichst nah an einem zu Beginn geworfenen Zielball platziert werden. Die Spielbälle sind jedoch nicht aus Metall oder Plastik, sondern aus robustem Stoff mit Granulat. Dadurch wird Crossboccia zu einem dreidimensionalen Spiel, bei dem auch unebene Flächen und Schrägen in Wohnung oder Garten zum Spielfeld werden können.

„Die Regeln sind einfach und schnell erklärt“, merkt Alina Noch an. Die eine Hälfte der Grundschüler habe das Spiel bereits gekannt. Die anderen hätten schon nach einer Runde gewusst, worum es geht. „Wenn es nicht genug Bälle für alle Teilnehmer gibt, bleibt einfach der erste Werfer dort stehen, wo sein Ball gelandet ist“, gibt die 19-Jährige als Tipp. Gewundert hat sich die Rahdenerin, dass die weichen, mit Granulat gefüllten Bälle doch erstaunlich oft weitergerollt seien. „Ich dachte, sie kommen auf und bleiben liegen.“ Einem Spielespaß drinnen und draußen stand das aber nicht im Wege. „Die Kinder waren begeistert“, fasst Alina Noch zusammen. Crossboccia sei definitiv ein Spaß für die ganze Familie, bei dem auch kleine Kinder schnell Erfolgserlebnisse haben können.

SoR

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