Präventionsrat Rahden ist breit aufgestellt / Rund 40 Mitglieder / Viele Angebote für Flüchtlinge

Fahrradwerkstatt braucht Hilfe

Dr. Bert Honsel (rechts) ist Schirmherr des Rahdener Präventionsrates. Den Vorstand (v.l.) Ute Rasfeld, Wolfgang Filbert und Cornelia Griebel wählte die Versammlung wieder.  - Foto: Mühlke

Rahden - „Schwächere mit Unterstützung der Bürger zu stärken“, das hat sich der Präventionsrat der Stadt Rahden auf die Fahne geschrieben. Am Mittwochabend tagten die Mitglieder in einer öffentlichen Versammlung im evangelischen Gemeindehaus. Seitens der Bürger fehlte allerdings das Interesse an der Veranstaltung – so blieb man fast „unter sich“.

Derzeit zählt der Präventionsrat etwa 40 Mitglieder, er soll aber bis zum Jahresende nach Möglichkeit aufgestockt werden. „Wir streben 50 Mitglieder an“, sagt Wolfgang Filbert, der gemeinsam mit Dr. Wolfgang Adam und Cornelia Griebel den Vorstand des Präventionsrates bildet. Schirmherr ist Bürgermeister Dr. Bert Honsel. Für die Finanzen und Kassenführung zeichnet Ute Rasfeld verantwortlich, an deren Kassenbericht die Versammlung nichts zu beanstanden hatte. Bei den Vorstandswahlen hieß es für alle Mitglieder Wiederwahl. Das gleiche galt für die Kassenprüfer Claus-Dieter Brüning und Ulrike Kokemoor.

Viel zu berichten gab es über die Aktivitäten des arbeitsamen Vereins. Die Sprecher der verschiedenen Arbeitsgruppen, sei es „Sport und Bewegung“, „Multi-Kulti-Kochen“ oder „Lesepaten“ gaben umfassende Auskunft und stellten neue Ideen vor. Cornelia Griebel freute sich, dass die verschiedenen vom Arbeitskreis „Elternrunde – Familie und Kinder“ organisierten Vorträge großen Zuspruch gefunden hatten. In enger Kooperation mit dem Schulzentrum, der Stadtjugendförderung und dem CVJM sollen Veranstaltungen zum Thema „Präventionsmaßnahmen gegen Alkohol für Kinder und Jugendliche“ unterstützt werden. „Für alle jugendlichen Teilnehmer halten wir verschiedene Eintrittsbändchen bereit“, erklärte Rahdens Stadtjugendpflegerin Vanessa Hermeling. „Die sehen aus wie die unter Jugendlichen begehrten Festival-Bändchen und sind schon jetzt der Renner“, freut sie sich. Die Suchthilfe-Fortbildung „Rahden MOVED“ gelte schon seit Jahren als Dauererfolg. „Das dreitägige Seminar richtet sich an Kontaktpersonen von Menschen, die ein Suchtproblem haben und ist kostenlos“, betonte sie.

Außerdem blickte der Präventionsrat auf zahlreiche Veranstaltungen des Arbeitskreises „Integration/Asyl“ zurück. Dreh- und Angelpunkt aller Aktionen sei das Café International, das Dienstagnachmittag und Mittwochabend seine Türen öffnet, berichtete Wolfgang Filbert. Gut angenommen werde auch die Frauengruppe, die sich jeden Montag zwischen 15 und 17 Uhr im katholischen Gemeindehaus treffe. Freitags sei eine spezielle Jugendgruppe für die 10- bis 15-Jährigen eingerichtet worden. Ältere syrische Männer treffen sich 14-tägig, um spezielle Themen zu diskutieren, oder einfach nur zum geselligen Beisammensein.

Die Fußballgruppe hat mittlerweile mehr als 30 Teilnehmer verschiedener Nationen. Außerdem werden verschiedene Deutschkurse angeboten, und die Flüchtlinge werden bei Fragen zur Gesundheit unterstützt. Die Fahrradwerkstatt macht defekte Fahrräder wieder mobil. „Unser Fahrrad-Fachmann Jürgen Jakob braucht ganz dringend Unterstützung“, sagte Filbert. Die Mobilität sei äußerst wichtig für die Integration der Flüchtlinge. Die „Kümmerer“ helfen Familien und Wohngruppen bei allen Fragen des täglichen Lebens und unterstützen auch bei der Suche nach Praktika und Arbeit. J hm

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