Erweiterung der Varler Grundschule / Besichtigung morgen beim Schulfest

Hausbau in zwei Wochen

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Der große Raum im Erdgeschoss des Holzhauses soll das Platzproblem des Offenen Ganztags an der Varler Grundschule lösen. Morgen können Interessierte sich beim Schulfest selbst einen Eindruck verschaffen.

Varl - Karin Thrien ist überwältigt. „Die Unterstützung kommt aus allen Richtungen und das zeigt die positive Einstellung zu unserer Einrichtung“, sagt die Leiterin der Grundschule in Varl, während sie aus dem Fenster des Lehrerzimmers blickt. Angrenzend an das Schulgebäude ist innerhalb von zwei Wochen ein Holzhaus entstanden. Morgen gibt es erstmals die Möglichkeit, einen Blick ins Innere zu werfen. Ab 17 Uhr wird dann das „Hüttenzauber“-Schulfest gefeiert.

Reges Treiben herrscht daher seit gestern in der Offenen Ganztags-Grundschule. Die 114 Schüler, darunter fünf Flüchtlingskinder, basteln, backen und üben fleißig Tanz und Theater ein. Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen sowie Eltern und Großeltern wollen sie morgen schließlich Dekoratives und Süßes präsentieren.

Viel Arbeit liegt auch noch vor den Männern, die im Holzneubau Hand anlegen. Mehr als 100 Leute haben sich in den vergangenen Tagen engagiert – vom Vater über Großvater bis hin zu ehemaligen Schülern, freut sich Uli Eikenhorst vom Förderverein der Grundschule. „Das ist wirklich sensationell“, lautet sein Fazit. Mit dem Holzbau schafft die Grundschule zwei weitere Räume für den Offenen Ganztag sowie ein Büro. „Auch für Inklusionsunterricht werden wir das Haus nutzen“, sagt Sekretärin Ivonne Drunagel.

Eine erste Idee von den Räumen bekommen die Besucher morgen bei der Premiere des „Hüttenzaubers“. Auch wenn die Baustelle dann noch nicht abgeschlossen ist, die Basis ist auf jeden Fall vorhanden. Im Frühjahr soll laut Eikenhorst der Außenbereich in Angriff genommen werden. „Wir werden eine Kieskante errichten und Rasen anlegen, damit die Kinder Platz zum Toben haben“, so der Varler. „Wer Zeit und Arbeit investiert, kann auch was schaffen“, lobt Schulleiterin Thrien die Akteure sowie die zahlreiche Unterstützung zum Schulfest.

Dafür sitzen die Grundschüler nun jahrgangsübergreifend an drei Tagen zusammen und erschaffen in Handarbeit Schmuck für den Weihnachtsbaum, Grußkarten und mehr. Das Geld aus dem Verkauf der Gegenstände fließt in die Schulerweiterung. Denn das Holzhaus, das insgesamt rund 130000 Euro kostet, wird zum größten Teil aus Eigenmitteln finanziert, die Stadt Rahden übernimmt ebenfalls einen Teil.

Nach der Begrüßung um 17 Uhr erwartet die Besucher in Varl morgen neben den Verkaufstischen und dem neuen Holzhaus auch ein Theaterstück, das Frauen der plattdeutschen Puppenbühne des Heimatvereins Varl-Varlheide mit den Jungen und Mädchen einstudiert haben. Auch die Requisiten dafür sind übrigens Eigenkreationen.

abo

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