Erfolgsgeschichte ZAM: Elf Auszubildende verabschiedet

Chance für junge Menschen abseits des üblichen Wegs

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Glückliche Gesichter am Ende einer erfolgreichen Ausbildung (v.l.): Andreas Kruse (Städtische Betriebe Minden), Patrick Zeiler (Kfz-Mechatroniker), Thomas Heimann (WAGO Kontakttechnik GmbH Co. KG), Galina Klaus (Industriemechanikerin), Landrat Dr. Ralf Niermann, Eduard Brendel (Industriemechaniker), Lars Hartnegg (Industriemechaniker), Jeanette Viol (Industriemechanikerin), Dominik Loose (Industriemechaniker), Anty Lindner (Industriemechanikerin), Joachim Bunge (ZAM e.V.), Oliver Gubela (ZAM e.V.), Edgar Meyer (Stadt Porta Westfalica).

Minden-Lübbecke - Elf Auszubildende des Verbundausbildungsvereins „Zukunft Ausbildung im Mühlenkreis“ (ZAM) wurden im Kreishaus nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung offiziell verabschiedet. Landrat Dr. Ralf Niermann überreichte als Vorstandsvorsitzender des Vereins den Absolventen ihre Zeugnisse im Beisein der Ausbilderinnen und Ausbilder. Die drei besten Auszubildenden wurden mit einem Präsent besonders gewürdigt.

Sechs der elf Auszubildenden haben laut Mitteilung des Kreises bereits eine Anschlussbeschäftigung erhalten. Ihre Prüfung erfolgreich bestanden haben Eduard Brendel (Industriemechaniker) aus Espelkamp, Viktor Gette (Industriemechaniker) aus Rinteln, Lars Hartnegg (Industriemechaniker) aus Rahden, Galina Klaus (Industriemechanikerin) aus Rahden, Anty Lindner (Industriemechanikerin) aus Rahden, Dominik Loose (Industriemechaniker) aus Espelkamp, Manuel Schulze (Zerspanungsmechaniker) aus Porta Westfalica, Klemens Sitter (Zerspanungsmechaniker) aus Kirchlengern, Luca Spier (Elektroniker für Geräte und Systeme) aus Porta Westfalica, Jeanette Viol (Industriemechanikerin) aus Lübbecke und Patrick Zeiler (Kfz-Mechatroniker) aus Bad Oeynhausen.

Besondere Anerkennung erhielten darüber hinaus drei alleinerziehende Mütter. „Unter diesen schwierigen Bedingungen eine dreieinhalbjährige Ausbildung zur Industriemechanikerin erfolgreich abzuschließen, verdient besonderen Respekt“, so Niermann.

„Einfach war es nicht, aber ans Aufgeben habe ich nie gedacht“, wird Galina Klaus aus Rahden zitiert. Ihre Kinder haben die Azubis mit Unterstützung der Großeltern, Tagesmütter und dank der Betreuung im Offenen Ganztag gut unterbringen können. Auch der Arbeitgeber zeigte Verständnis.

Ortrud Marten, die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt im Amt pro Arbeit Jobcenter der Kreisverwaltung Minden-Lübbecke, Regionalteam in Espelkamp, ist begeistert: „Das ist ein sehr positives Beispiel, wie toll es die drei alleinerziehenden Mütter geschafft haben, unter schwierigen Bedingungen ihre Ausbildung erfolgreich durchzuführen. Das verdient großen Respekt und ermutigt hoffentlich andere Mütter.“ Zwei von ihnen hatten an einem vom Jobcenter durchgeführten Projekt zur Förderung von Alleinerziehenden teilgenommen.

Der ZAM wurde 2003 von mehreren Unternehmen und Kommunen im Mühlenkreis gegründet. Diese Initiative für Ausbildung im Verbund hat seither über 450 jungen Menschen die Möglichkeit einer Ausbildung in 32 verschiedenen Berufsbildern gegeben.

Über das Projekt „Kooperative Ausbildung“ bildet der ZAM in Kooperation mit der ZF Friedrichshafen AG Jugendliche aus dem Rechtskreis des SBG II aus. Dieses seit 2005 erfolgreiche Projekt unterstützt der Kreis Minden-Lübbecke mit kommunalen Mitteln. „Insgesamt konnten bis jetzt 108 Stellen für junge Menschen bereit gestellt werden, die auf dem üblichen Bewerbungsweg keine Chancen hätten, einen Ausbildungsplatz zu bekommen“, berichtet Michaela Kalney, stellvertretende Geschäftsführerin des ZAM.

Es habe sich gezeigt, dass das Prinzip der Verbundausbildung ebenso wie das Projekt der „Kooperativen Ausbildung“ Erfolgsgeschichten seien, heißt es in der Mitteilung des Kreises. Beides soll darum auch in diesem Jahr fortgesetzt werden.

Auf der Ausbildungsmesse Go@future vom 10. bis 12. März in der Kampa-Halle Minden wird der ZAM wieder mit einem Stand vertreten sein. Die Auszubildenden werden aktiv mit dabei sein und für Fragen rund um ihre Ausbildung zur Verfügung stehen. So können sich Schüler und Eltern direkt über die angebotenen Berufe und die Ausbildung beim ZAM informieren.

Unternehmen und Institutionen, die im Ausbildungsverbund mitwirken möchten, erhalten Informationen beim Geschäftsführer Oliver Gubela oder der stellvertretenden Geschäftsführerin Michaela Kalney, Portastraße 9, Minden, Telefon 0571/80723550 sowie im Internet.

www.zam-ev.de

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