Eisengießerei Meier Guss verpestet Umgebung laut Bezirksregierung nicht

„Keine schädliche Umwelteinwirkung“

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Nach Bürgerbeschwerden hat die Bezirksregierung die Gießerei Meier Guss unter die Lupe genommen.

Rahden - Die Emissionen der Eisengießerei Meier Guss sind nicht zu beanstanden. Luft und Boden sind nicht belastet. Zu diesem Ergebnis kommen Untersuchungen, die von der Bezirksregierung Detmold in Auftrag gegeben wurden. Die Behörde teilt in einer Pressemitteilung mit, dass geltende und in der Zukunft verschärfte Grenzwerte für Emissionen deutlich unterschritten werden.

Als Anlass für die Untersuchungen nennt sie Bürgerbeschwerden über vermutete Umweltverschmutzungen durch die Eisengießerei sowie eine kritische lokale und überregionale Berichterstattung.

Die Untersuchungen hatten im ersten Quartal 2014 begonnen. Sie umfassten die Analyse der Anlagen-Emissionen, des Niederschlags verschiedener Stoffe (Deposition) und von Bodenproben aus dem Umfeld des Betriebs.

Der Betrieb einer Eisengießerei ist laut Mitteilung unvermeidbar mit anlagentypischen Emissionen verbunden. Das Emissionsverhalten der Eisengießerei sei bei der Bezirksregierung aufgrund regelmäßiger Überprüfungen „bis ins Detail“ bekannt. Anlässlich der Beschwerden sei es über die staatliche Regelüberwachung nochmals untersucht und um weitere Probeparameter ergänzt worden.

Regelmäßig analysiert werden staubförmige Emissionen, gasförmige Kohlenwasserstoffe, Formaldehyd, Benzol, Kohlenmonoxid und Stickstoffoxide. Zusätzlich wurden nun untersucht: Blei, Cadmium, Chrom, Nickel, Dioxine und Furane, Mangan, Zink, Eisen und Aluminium.

Die Messergebnisse sind im Vergleich mit dem in Deutschland geltenden Regeln nicht zu beanstanden, so die Bezirksregierung. Selbst in Zukunft geltenden Anforderungen würden bereits jetzt eingehalten.

Im Einwirkungsbereich der Eisengießerei wurden außerdem 18 Teilflächen mittels Bodenproben untersucht. Die Bodenproben offenbarten, dass in weiten Teilen des Untersuchungsgebietes die Schadstoffgehalte auf dem Niveau liegen, das üblicherweise in ländlichen Gebieten zu finden ist. Ein Zusammenhang mit Meier Guss konnte nicht festgestellt werden, heißt es in der Mitteilung.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz führte zudem Untersuchungen zur Deposition einer Reihe von Stoffen durch. „Deposition“ bezeichnet den Stoffeintrag aus der Atmosphäre auf die Erdoberfläche.

Die Ergebnisse zeigen der Bezirksregierung zufolge, dass die Depositionswerte für Staubniederschlag und die metallischen Inhaltsstoffe gering sind. Die Grenzwerte in Deutschland seien deutlich unterschritten. Die Messergebnisse ließen somit „keine schädliche Umwelteinwirkung“ erkennen.

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