Einsätze halten Pr. Ströher Jugendfeuerwehr bei 24-Stunden-Dienst auf Trab

Hilfe kennt keine Tageszeit

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Alles andere als Relaxen: Zehn Mitglieder der Jugendfeuerwehrgruppe und ihre Betreuer erlebten mit dem 24-Stunden-Dienst in Pr. Ströhen ein spannendes, actionreiches Wochenende.

Pr. Ströhen - Von Anja Schubert. Notlagen kennen keine Tageszeit, ereilen Menschen unvorhergesehen. In Sekundenschnelle ist Hilfe gefragt. Einen umfassenden Einblick in den selbstlosen Einsatz zu jeder Tages- und Nachtzeit erhielten die Mitglieder der Pr. Ströher Jugendfeuerwehr bei ihrem 24-Stunden-Dienst am Wochenende.

Neben Spiel, Spaß und Geselligkeit hielten fordernde Einsätze die Heranwachsenden im Alter von neun bis 18 Jahren auf Trab. Tierrettung, die Befreiung einer eingeklemmten Person und nicht zuletzt eine Brandbekämpfung am frühen Sonntagmorgen verlangte den Jugendlichen Einiges ab. „Das Spannendste war, dass wir nie wussten, wann der nächste Einsatz kommt“, waren sich die Nachwuchskräfte einig.

Nach der offiziellen Begrüßung, die das aus Pr. Ströher und Sielhorster Kameraden bestehende Betreuerteam um Jugendwart Sven Meyrose sowie Zugführer Reiner Langhorst am Sonnabendmorgen vornahm, standen den zehn Jugendlichen aufregende 24 Stunden bevor. Zunächst ging es mit einer Funk- und Fahrübung in den Einsatzfahrzeugen auf Erkundungstour, bevor kurz nach dem Mittag unter dem Stichwort „Tierrettung“ an der örtlichen Biogasanlage eine in einem Holzhackschnitzel-Haufen verschüttete und in einem Rohr eingeklemmte Katze gerettet werden musste. Auch wenn sich das Haustier am Ende als Plüschtier erwies, hatten die engagierten Jugendlichen ihre Aufgabe bestens erfüllt – und riesigen Spaß. Für die abendliche Verpflegung hatten sich die Organisatoren mit Gisela Cording und Birgit Rohlfing die Pr. Ströher Landfrauen mit ins Boot geholt, unter deren Anleitung in der Grundschulküche Pizza gebacken wurde.

Erneut Ausrücken hieß es danach zu einer Flash-Over-Vorführung am „Alten Postweg“. Mit diesem Begriff wird in Feuerwehrkreisen eine Phase innerhalb eines Brandes bezeichnet – es handelt sich um ein schlagartiges Übergreifen eines Feuers von der Entstehung hin zum Vollbrand.

Zum gemütlichen Lagerfeuer am Gerätehaus statten am späteren Abend auch Wehrführer Mark Ruhnau und sein Stellvertreter Carsten Kunter dem Nachwuchs einen Besuch ab. Die einkehrende Nachtruhe wurde schon bald jäh gestört, denn bereits um 23 Uhr mussten die Jugendlichen zur Befreiung einer eingeklemmten Person gen Sielhorst ausrücken. Ein alter Holzdummy tat dabei wertvolle Dienste.

Per Handsirene unsanft geweckt, war am Sonntag um 6 Uhr die Nacht vorbei. Denn als abschließenden Einsatzhöhepunkt galt es, einen Garagenbrand auf einem Anwesen an der „Diek-lage“ zu löschen. Die mit brennenden Paletten authentisch simulierte Situation schaffte es, die müden Geister der Jugendlichen zu wecken. Sie setzen den bei den Jugenddiensten gelernten Aufbau eines Löschangriffs mit kleinen Hilfestellungen korrekt um. Sielhorsts Löschgruppenführer Heinz Sporleder sowie der stellvertretende Zugführer Thorsten Hodde zeigten sich vom Engagement der Jugendlichen begeistert, denn bereits nach kurzer Zeit hieß es „Feuer aus“.

Noch einmal wurde anschließend angepackt, denn schließlich musste das große Abschlussfrühstück mit den Eltern im Gerätehaus pünktlich vorbereitet sein. Nach einer Nacht mit nur wenig Schlaf, aber restlos begeistert, ging am Vormittag für die jungen Einsatzkräfte ein aufregendes Wochenende zu Ende.

„Wir brauchen für den aktiven Dienst permanent personellen Nachschub, um die Sicherheit in den Ortschaften auch in Zukunft zu gewährleisten“, stellten die Betreuer heraus, die viel Zeit in die Planung und Umsetzung des 24-Stunden-Dienstes investiert hatten. „Da können wir solche Sonderdienste gar nicht spannend genug gestalten, um die Kids schon früh für die Feuerwehrarbeit zu begeistern und sie bei der Stange zu halten.“ Zudem waren weitere Aktive mit der Vorbereitung der Einsatzorte in den Ablauf involviert.

Abwechslungsreich und spannend geht es auch bei den regulären Diensten zu, die auf dem Programm stehen. Mädchen und Jungen zwischen neun und 18 Jahren, die sich für die Feuerwehrarbeit interessieren, sind herzlich eingeladen, bei einem Jugenddienst, dienstagabends ab 18.30 Uhr im Pr. Ströher Gerätehaus, vorbeizukommen.

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