Einführungs-Gottesdienst von Dr. Uwe Gryczan zeigt Lebendigkeit des Glaubens

Begrüßung mit Herzensangelegenheit

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Bewegende Gratulation: Pfarrer i.R. Winfried Böttcher (l.) gab dem neuen Superintendenten Dr. Uwe Gryczan vor rund 40 Jahren seinen Konfirmationsspruch mit auf den Weg, der ihn in seinem Glauben prägte und bis heute begleitet

Lübbecke - Von Anja Schubert. „Ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, ….“ – Diesen Konfirmationsspruch gab Pfarrer i.R. Winfried Böttcher dem Teenager Uwe Gryczan vor rund 40 Jahren mit auf den Weg. Über die Jahrzehnte hat Gryczan unverschämt zu seinem Glauben gestanden, ihn gelebt, zu seinem Beruf und zur Berufung gemacht, das Evangelium als Pfarrer und als C-Kirchenmusiker in Wort und Orgelspiel verbreitet.

Am Freitag, als mit seiner offiziellen Einführung als Superintendent des Kirchenkreises Lübbecke ein neuer Lebensabschnitt begann, ließ es sich der pensionierte Geistliche aus Sassendorf nicht nehmen, seinem ehemaligen Zögling, Weggefährten und Kollegen zu seiner neuen Aufgabe zu gratulieren. Und auch jener Bibelvers aus dem 1. Römerbrief begleitete einmal mehr den nun obersten Hirten des Kirchenkreises Lübbecke, der die Nachfolge von Dr. Rolf Becker antrat.

Für jemanden, der bereits mit 16 Jahren den Pfarrberuf als Berufsziel fest vor Augen hatte und dem Gottesdienste mit ihrer Musikalität als Herzstück des christlichen Glaubenslebens eine Herzensangelegenheit sind, war der Einführungsgottesdienst in der St.-Andreas-Kirche ein unvergessliches Willkommensgeschenk. Denn Kantorei und Gottesdienstband sowie der Posaunenchor mit Mitwirkenden aus dem ganzen Kirchenkreis ließen unter der Leitung von Kreiskantor Heinz-Hermann Grube den Funken der Lebendigkeit des Glaubens, in Kirchenmusik von heute gehüllt, auf die mehr als 250 Besucher überspringen. Gesungene Gebete reihten sich in das ausgewählte Liedgut ein.

Auch Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, die die Einführungshandlung vornahm, stellte den Konfirmationsspruch in den Mittelpunkt ihrer Ansprache, beschrieb Gryczan als Theologen, der für das Evangelium einstehe, auch wenn es mal unbequem werde. „Gerade in den kirchlichen Leitungsämtern braucht man Menschen, die nicht verschweigen, woher sie ihre Kraft schöpfen“, stellte sie die Eignung des 54-Jährigen heraus, der nach mehr als zwei Jahrzehnten als Gemeindepfarrer in Warendorf mit seiner Familie nun am Fuße des Wiehen seine Zelte aufschlagen wird. „Erhalten Sie sich auch weiterhin Ihre Unverschämtheit in Sachen des Evangeliums“, gab die leitende Theologin der Landeskirche Gryczan mit auf dem Weg.

Dr. Uwe Gryczan selbst machte in seiner ersten Predigt deutlich, was ihm in seinem neuen Amt am Herzen liegt. „Suchet der Stadt bestes“, erläuterte er in Anlehnung das Buch Jeremia, dass es gesellschaftliche und christliche Aufgabe sei, die Anforderungen der Gegenwart ernst zu nehmen. Dass dies im Kirchenkreis Lübbecke gelebt würde, sei deutlich sichtbar. Gerade in der Kindergarten- und Flüchtlingsarbeit beobachte er außerordentliches Engagement. „So etwas gelingt nur mit Gelassenheit und Gottvertrauen“, unterstrich er und mahnte zugleich: „Bloßer Aktionismus wäre Fehl am Platze.“

Nach dem feierlichen Auszug aus dem Gotteshaus gab es für Uwe Gryczan bereits an der Kirchenpforte ein unzähliges Händeschütteln und herzliche Umarmungen. Verwandte, Freunde, Wegbegleiter und Abordnungen aus seinem neuen Wirkungskreis ließen es sich nicht nehmen, an diesem Ereignis teil zu haben. Auch beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus ging aus den Grußworten eine große Wertschätzung für Gryczan hevor. „Ich bin überwältigt, wer heute alles hier ist und ich danke allen, die diesen Tag so unvergesslich gestaltet haben“, so der neue Superintendent.

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