Austauschgruppe der russischen Puschkin-Schule in Rahden

Einblicke in eine andere Kultur

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Auf dem Museumshof backten die Schüler leckere Pizza.

Rahden - Eine herzliche deutsch-russische Begegnung prägte für einige Schüler der Mittelstufe des Rahdener Gymnasiums jetzt den Schulalltag. Gemeinsam mit ihrer Deutschlehrerin und ihrer Schulleiterin waren 15 Schüler der Puschkin-Schule, der Partnerschule des Gymnasiums in der Wolgastadt Jaroslawl, zu Besuch in Rahden.

Sowohl die Gäste als auch die Gastgeber erlebten eine lehrreiche Zeit. In der Glashütte Gernheim erhielten sie Einblicke in das Handwerk der Glasherstellung.

Im Rahmen des schon traditionellen Schüleraustausches zwischen beiden Schulen, der mit Mitteln der Stiftung „Deutsch-Russischer Jugendaustausch“ in Hamburg gefördert wird, erkundeten die Gäste mit ihren Rahdener Gastgebern historische und moderne Berufsfelder. Von ihren Erlebnissen berichtet Volker Schmidt, Fachlehrer für Russisch am Gymnasium Rahden, in einer Pressemitteilung. Einblicke in traditionelle Handwerksberufe boten ihm zufolge Exkursionen in die Glashütte Gernheim, zum Mühleninformationszentrum nach Frille sowie in das Industriemuseum der Ziegelei in Lage. Moderne Berufe lernten die Jungen und Mädchen bei einer Betriebsführung bei Kolbus kennen.

Ein besonderes Erlebnis und zugleich ein schöner Rahmen für den Abschied von den russischen Gästen war laut Mitteilung ein Besuch des Rahdener Museumshofes. Hier erfuhren die Schüler zunächst Wissenswertes aus dem früheren Alltag der hiesigen Landbevölkerung, bevor die Gäste und Gastgeber im Backhauses Pizza zubereiteten.

Spätestens hier zeigte sich das herzliche Miteinander, das die Begegnung in dieser Woche bei den projektbezogenen wie privaten Aktivitäten bestimmte und an das sich alle Beteiligten noch lange und gerne erinnern werden. „Blickt man auf die Verstimmungen zwischen Russland und Deutschland auf außenpolitischer Ebene, so sind die angenehmen persönlichen Erfahrungen von Freundschaft und Herzlichkeit, die die Austauschpartner in den vergangenen Tagen machen durften, umso wichtiger, denn nur so gelingen authentische und ungefilterte Einblicke in die jeweils anderen Kulturen, die sich von den über die Medien vermittelten Russland- beziehungsweise Deutschlandbildern erheblich unterscheiden“, so Volker Schmidt.

Aufgenommen wurden die russischen Gäste in Gastfamilien von Rahdener Russischschülern der Jahrgangsstufen 8 und 9 sowie den Lehrkräften Irina Hafner und Monika Nordmann, die sich im kommenden Jahr zum Gegenbesuch auf den Weg an die obere Wolga machen werden. Dort wird dann ein ähnlicher thematischer Schwerpunkt das Aufenthaltsprogramm bestimmen, sodass die jeweiligen Lebenswirklichkeiten der russischen und deutschen Schüler im interkulturellen Vergleich erschlossen werden können.

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