Ehepaar löscht Brand weitestgehend selbst

Dunstabzugshaube in Flammen

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Mediengruppe Kreiszeitung

Rahden - Am Mittwochabend rückten der Löschzug Rahden sowie die Löschgruppe Varl der Freiwilligen Feuerwehr Rahden zu einem Brand in einem Wohnhaus an der Lemförder Straße aus. Dort schlugen im Erdgeschoss des Hauses gegen 18.49 Uhr Flammen aus der Dunstabzugshaube. Am Nachmittag hatten die Feuerwehrkräfte einen Telefonmast umgelegt

Den Brand in der Küche des Wohnhauses konnten die Bewohner weitestgehend selbst löschen. Die Bewohnerin zog sich eine leichte Rauchvergiftung zu, teilte Feuerwehrsprecher Andreas Berg gestern mit. Das Ehepaar wurde selber auf den Brand in der Küche im Bereich der Dunstabzugshaube aufmerksam. Während die Ehefrau die Feuerwehr alarmierte, griff der Mann zum Feuerlöscher. Dadurch grenzte er den Brand im Bereich der Dunstabzugshaube ein, lobt Berg das Verhalten.

Als die ersten der insgesamt 34 Einsatzkräfte aus Rahden und Varl am Einsatzort eintrafen, hatte das Ehepaar das Wohnhaus bereits verlassen. Nach Rücksprache mit dem Ehepaar bereitete die Feuerwehr unter der Leitung von Wehrführer Mark Ruhnau sowie seinem Stellvertreter Carsten Kunter einen Löschangriff vor. Ein Trupp ging unter schwerem Atemschutz in die Küche.

Da der Brand durch den Einsatz des Pulverlöschers weitestgehend gelöscht war, brauchten die Einsatzkräfte keine Flammen löschen. Da die Küche aber noch stark verqualmt war, ließ der Einsatzleiter einen Hochdrucklüfter in Stellung bringen, mit dem das Gebäude vom Rauch befreit wurde. Zur Suche nach weiteren Glutnestern montierten die Feuerwehrmänner die verbrannte Abzugshaube und weitere Hängeschranke ab und brachten sie nach draußen.

Ferner wurde der Strom des Wohnhauses zur Vorsicht abgeschaltet und ein Elektriker zum Überprüfen der Leitungen hinzugerufen. Nachdem das Gebäude entraucht war, kontrollierten die Einsatzkräfte es nochmals mit der Wärmebildkamera auf Glutnester.

Da die Ehefrau über leichte Reizungen und Husten klagte, wurde sie ins Krankenhaus gebracht. Die Lemförder Straße war während des Einsatzes voll gesperrt. Die Schadenshöhe stand gestern noch nicht fest.

Bei dem abendlichen Küchenbrand handelte es sich bereits um den zweiten Einsatz für den Löschzug Rahden an diesem Tag, berichtet Andreas Berg. Am Mittwochnachmittag wurden die Feuerwehrmitglieder demnach gegen 16 Uhr zu einer technischen Hilfeleistung gerufen. Bei einem Gewitter hatte ein Blitz in einen Telefonmast eingeschlagen und diesen stark beschädigt. Die Telefonleitungen waren abgerissen und der Mast stand schräg. Die Feuerwehrkräfte beseitigten nach Absprache mit den Polizeibeamten die Gefahrenlage mittels einer Kettensäge.

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