Veranstalter Karl-Wilhelm Bruns und Gewerbebund-Vorsitzender Hermann Kröger recht zufrieden

Dreh an kleinen Stellschrauben soll Stadtfest attraktiver machen

Auf dem Glindower Platz ließ es sich während des Rahdener Stadtfests gut verweilen.  - Foto: Russ

Rahden - Ein paar mehr Besucher hätte sich Karl-Wilhelm Bruns, Veranstalter des Rahdener Stadtfestes, schon gewünscht. Gerade am Freitagabend hätte er mehr erwartet, immerhin stand mit Marquess eine namhafte Band auf der Bühne. Dennoch ist er unter dem Strich einigermaßen zufrieden. Der Samstagabend und der Sonntagnachmittag waren laut Bruns im Vergleich zu den Vorjahren stabil. „Das war ganz okay.“

Ärgerlich war, dass das Stadtfest ausgerechnet am ersten Europa-Meisterschafts-Wochenende stattfand. Das habe viele Besucher gekostet, so Bruns. Er hätte sich einen anderen Termin gewünscht, das sei aber nicht möglich gewesen. Bruns geht von etwa 20 Prozent Einbuße aus.

Am Samstag ging es erst spät los, voll sei es am Samstagnachmittag aber noch nie gewesen, erinnert Bruns. Die Kritik an den fehlenden Fahrgeschäften will der Veranstalter nicht stehen lassen. „Die sind nie richtig gut angekommen.“ Aus Veranstaltersicht habe sich das nie gelohnt, auch nicht, als der Gewerbebund noch für die Organisation verantwortlich war. Was die geringere Besucherzahl angeht, verweist Bruns auf Schützenfeste oder Märkte, die ebenfalls unter rückläufigem Interesse leiden.

Auch Hermann Kröger, Vorsitzender des Gewerbebundes, ist recht zufrieden. Der Anfang sei sehr schwer gewesen, der Veranstalter habe mit Marquess und der WDR-4-Band aber ein Programm auf die Beine gestellt, dass für Rahdener Verhältnisse in Ordnung sei. Auch wenn es ruhig 1 000 Besucher mehr hätten sein dürfen.

Dass es in sozialen Netzwerken viel negative Kritik hagelte, kann Kröger nicht nachvollziehen. Aus seiner Sicht ist vieles gut, es müsse nur an ein paar Stellschrauben gedreht werden. So müsse die Steinstraße noch mehr geschmückt werden. „Zur Marktschänke hin ist das schon sehr professionell gemacht“, so Kröger. Von den Rahdenern würde er sich wünschen, dass sie das Stadtfest besser annehmen und damit selbst zu dessen Aufwertung beitragen.

Ende des Monats wird sich der Vorstand des Gewerbebundes mit allen Beteiligten zusammensetzen und darüber diskutieren, wie es mit dem Stadtfest weitergeht. „Wir sind dabei, alles neu zu konzipieren“, so Kröger. Dann wird auch zu klären sein, wer im nächsten Jahr Veranstalter ist.

Der über drei Jahre laufende Vertrag mit KWB Veranstaltungen ist ausgelaufen. Bruns selbst hat unter bestimmten Voraussetzugen Interesse an einer Fortführung der Zusammenarbeit. Er habe schon einige Ideen. Abzuwarten bleibt auch, welche Impulse der neue Wirtschaftsförderer der Stadt geben kann. Eines versprichtKröger: „Das Stadtfest wird aufgemotzt.“

mer

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Xi Jinping träumt von China als Weltmacht

Xi Jinping träumt von China als Weltmacht

Worauf freut ihr euch am meisten auf dem Freimarkt?

Worauf freut ihr euch am meisten auf dem Freimarkt?

Bild von gewildertem Nashorn ist Wildlife-Foto des Jahres

Bild von gewildertem Nashorn ist Wildlife-Foto des Jahres

Sparsam arbeiten: So pariert man ein Rinderfilet

Sparsam arbeiten: So pariert man ein Rinderfilet

Kommentare