Dorfabend in Pr. Ströhen zeigt Potenziale und Entwicklungen der Ortschaft

Zukunft in die Hand nehmen

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1979 holte Pr. Ströhen Landesgold beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Die Bemühungen um das Nordpunkt-Dorf gehen aber weiter.

Pr. Ströhen - Von Anika Bokelmann. „Wir sind aktiv und bringen etwas voran“, lautete der Konsens der Teilnehmer des ersten Pr. Ströher Dorfabends in einer Neuauflage am Donnerstag. Mit der Hoffnung auf einen Bevölkerungszuwachs machten sich die Männer und Frauen Gedanken über die Dorfentwicklung.

Zahlreiche Interessierte waren bei Buschendorf zusammengekommen, um sich die Ideen anzuhören. Ortsvorsteherin Bianca Winkelmann erklärte zum Hintergrund: „Wir müssen die Dinge in Gang bringen.“ Damit das keine leeren Worte bleiben, bildeten sich Arbeitsgruppen zu folgenden Themen: Entwicklung von Grundschule und Kindergarten sowie Jugendarbeit, Dorfentwicklung im Allgemeinen, Veranstaltungen und medizinische Versorgung. Laut Winkelmann haben sich schon viele in die Listen eingetragen. Nach den Sommerferien soll es die ersten Treffen geben. Bis dahin werden Absprachen über einen E-Mail-Verteiler laufen.

„Politische Entscheidungen sind eine Seite, ehrenamtliche Aktivitäten die andere“, unterstrich Winkelmann. Sie habe das Ziel, Interessen zu zentralisieren und alle auf den gleichen Stand zu bringen. Denn der Dorfabend sei von Pr. Ströhern für Pr. Ströher. Auch die Belange der Tielger kamen dabei nicht zu kurz.

Zunächst informierte Winkelmann über aktuelle Entwicklungen. So gebe es nach wie vor potenzielle Windkraftgebiete in der Ortschaft. Nachdem der Spreenbruch aus den Planungen herausgefallen ist, werden der Tielger und der Filger Bruch als Optionen gehandelt. „Das Verfahren wird sich noch ein Jahr ziehen, weil weitere Räume im Rahdener Gebiet untersucht werden“, so Winkelmann.

Aus dem Bereich Schule und Kindergarten gab es positive Nachrichten: 17 neue Grundschüler würden nach den Sommerferien die Einrichtung besuchen und auch der Kindergarten sei gut ausgelastet. „Leider reicht es nicht für eine dritte Gruppe“, bedauerte die Ortsvorsteherin. In der Schule würden zudem Räume für die Inklusion fehlen.

Der Dorfabend gab einen ersten Überblick über Probleme und Potenziale. Daher spielte auch der Aspekt Breitbandversorgung und schnelles Internet eine Rolle. „Viele Firmen und private Leute entscheiden nach der Internetverfügbarkeit über eine Ansiedlung“, weiß Winkelmann. Leerrohre hätte das Versorgungsunternehmen RWE bereits verlegt, die Telekom wolle ihr Netz in Tielge aber nicht ausbauen. Daher habe man nach einem anderen Kooperationspartner gesucht.

Der Internet- und Telefonanbieter Hugo, der bereits in Stemwede Glasfaserleitungen verlegt hat und auch dort einen Ausbau plant, habe entsprechende Bereitschaft erklärt. In weiten Teilen der Ortschaft – bis zum Reitplatz, im Moorort und im Gewerbegebiet – könnte es also schon bald schnelle Leitungen mit bis zu 50 Mbit/sec geben, informierte Holger Bollhorst. Derzeit seien 16 MBit normal. Mehr als 350 Haushalte würden ersten Berechnungen zufolge profitieren. Am 3. September wird es eine Infoveranstaltung geben. Ab 19.30 Uhr sind Interessierte in Niermanns Gasthaus in Tielge eingeladen, um sich Konditionen und Tarife erklären zu lassen. Der Ausbau könnte 2016 beginnen – unter der Bedingung, dass mindestens 30 Verträge im Voraus abgeschlossen werden. „Diese Chance sollten wir nutzen“, ermutigte Winkelmann.

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