Rahdener und Stemweder DRK üben Personenrettung aus großen Landmaschinen

Damit jeder Handgriff bei der Rettung sitzt

Personenrettung aus landwirtschaftlichen Maschinen stand beim Übungsabend der DRK-Bereitschaften Rahden und Stemwede auf dem Pr. Ströher Hof Bruns im Mittelpunkt.

Pr. Ströhen - Es muss nicht immer das ganz große Szenario sein, für das geprobt wird. Auch kleinere Rettungsmaßnahmen können zum Problem werden, wenn sich der oder die zu rettende Person nicht in einer „Standardnotlage“ befindet. Um für solche Situationen gewappnet zu sein, trafen sich jetzt die Bereitschaften des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Rahden und des DRK Stemwede auf dem Gelände des Lohnunternehmens Bruns in Pr. Ströhen.

Unter dem Thema „Retten aus landwirtschaftlichen Maschinen“ wurde die Bergung von Verletzten in ungewohnter Umgebung auf einem Mähdrescher geübt. Uwe Altvater vom DRK Rahden hatte hierzu verschiedene Fallsituationen ausgearbeitet, die es zu simulieren galt.

„Auch in unserer Branche sind wir vor Unfällen trotz großer Vorsicht nicht gefeit“, berichtete Manuela Bruns. Nicht zum ersten Mal stellten sie und ihr Ehemann Herbert ihr Firmengelände und den dazugehörigen Fuhrpark gern für diese Übung zur Verfügung. Dass jemand in einen Korntank falle, sei vereinzelt schon einmal vorgekommen, so die Pr. Ströherin.

Zu Beginn nahm Uwe Altvater vom DRK Rahden (2.v.r.) mit der Präsentation des Rettungsequipments eine Auffrischung des Basiswissens vor. Im Anschluss ging es an die Übungen an den Maschinen. - Fotos: Schubert

„In landwirtschaftlichen Regionen wie unserer ist es notwendig, auf solch spezielle Unfall- und Rettungssituationen eingestellt zu sein. Die Maschinen werden zudem immer größer und stellen somit eine Gefahr dar“, machte Uwe Altvater deutlich.

„Schwierigkeiten können allein schon bei der Rettung aus einer hohen Fahrerkabine entstehen, wenn jemand beispielsweise einen Schwächeanfall oder Herzinfarkt erleidet. Da sollte jeder Handgriff bei den Helfern sitzen.“

Bevor beim Erlernen und Üben der sanitäts- und rettungsdienstlichen Tätigkeiten auf die speziellen Begebenheiten vor Ort eingegangen wurde, nahm Altvater zur Auffrischung des Basiswissens noch einmal eine Einführung in die Handhabung des in der Halle ausgebreiteten Rettungsequipments vor.

Kombination mit Sicherheitsworkshop

Ein besonderes Augenmerk galt dabei dem Retten verletzter und bewegungsunfähigen Personen – was sich am landwirtschaftlichem Gerät selbst als gar nicht so einfach entpuppte. Hier wurden verschiedene Arten der Rettung – mit Rettungsgerät und auch ohne – aus der Fahrerkabine eines Mähdreschers sowie vom Heck des landwirtschaftlichen Fahrzeugs geübt.

Auf Interesse stieß das Thema auch bei Michael Krabbe von der Verkehrswacht Grafschaft Diepholz, der als Beobachter an dem Abend teilnahm. „Wir machen auch Fahrsicherheitsworkshops für Landmaschinenführer, da wäre die Integration solcher Aspekte auch einmal überlegenswert“, so Krabbe. - Art

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