Neuntklässler demonstrieren Naturwissenschaften

Cola-Fontäne macht Lust auf Physik und Chemie

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Mit dieser Konstruktion ist es möglich, Nebelringe zu erzeugen. Das muss Silas (l.) erst einmal ausprobieren.

Rahden - Gespannt schauen die Kinder des Kindergartens Sonnenstrahl in die Mitte des Fußballfeldes. Schülerinnen vom benachbarten Gymnasium hocken dort neben einer Cola-Flasche. Sie schrauben den Deckel ab und ersetzen ihn durch ein durchsichtiges Röhrchen, gefüllt mit Pfefferminzbonbons. Eine dünne Trennscheibe am Boden der Röhre verhindert, dass die Bonbons in das Getränk fallen. Noch. Denn auf einmal ziehen die Mädchen die Scheibe weg – und wer in Chemie aufgepasst hat weiß, was jetzt passiert.

Die sprudelnde Cola-Fontäne ist das spektakuläre Finale eines Experiment-Vormittages an dem Rahdener Kindergarten Sonnenstrahl. Neuntklässlerinnen des Gymnasiums haben den Vorschülern dabei an neun Stationen bewiesen, dass Physik und Chemie keinesfalls langweilig sein müssen. Auf spielerische Weise veranschaulichten sie elektrostatische Ladung, Magnetismus oder auch Oberflächenspannung.

Zum Abschluss gab es für alle Kinder leckeren Tee, der in einem Solarkocher erwärmt wurde.

Die Neuntklässlerinnen Lotte und Ann-Kathrin brauchten nicht viel mehr als ein Glas Wasser und eine Büroklammer, um den Kindergartenkindern die Grundlagen der Oberflächenspannung zu erklären. Diese sorgt bekanntlich dafür, dass leichte Dinge im Wasser nicht untergehen. „Einige Kinder wissen auch, dass die Büroklammer schwimmt“, erzählt Lotte bezüglich ihres Experiments. Die Gymnasiasten haben alle Versuche selbst ausgewählt und im Rahmen eines Projekttages vorbereitet.

Bei Lucie und Alicia konnten die Kinder mit einer „Ü-Ei-Kanone“ schießen. Dabei handelt es sich um einen umgebauten Staubsauger, mit dem die kleinen gelben Behälter, die im Inneren von Überraschungs-Eiern zu finden sind, abgefeuert werden können. Verantwortlich ist in diesem Fall das Phänomen des Unterdrucks. „Die Kinder waren alle sehr begeistert“, so der Eindruck der Neuntklässlerinnen.

An der Klangschale zeigten viele Kinder mehr Geschick als manch Älterer. Durch Reiben an den Griffen der Schale entstehen Schallwellen. Diese werden durch das Wasser sichtbar. Während die Neuntklässler und ihre Lehrer teilweise ein bisschen länger brauchten, bis das Wasser tänzelte, klappte es bei vielen Kindern auf Anhieb.

Die sprudelnde Cola-Fontäne begeisterte die Kinder.

Seit vielen Jahren unterstützen sich das Gymnasium und der Kindergarten gegenseitig. „Wir finden das ganz toll, dass wir so nah am Gymnasium sind“, so die Kindergartenleiterin Waltraud Kaspelherr. Ihr Dank geht unter anderem an die Lehrer, die den MINT-Tag mitbetreuten: Mario Reimer, Tobias Grosser und Kai Bechstein.

Ziel des Aktionsnachmittages ist es laut Bechstein, den Spaß an MINT-Fächern – als Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – zu wecken. Das schient bei einigen Vorschülern, zumindest für den Moment, funktioniert zu haben.

ks

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