Christdemokrat ist neuer Bürgermeister und wünscht sich eine „Klimaverbesserung“ / Bela Lange enttäuscht

Dr. Bert Honsel holt die Mehrheit der Stimmen

+
Die Christdemokraten Bianca Winkelmann (l.) und Wilhelm Kopmann (r.) freuen sich mit Dr. Bert Honsel und dessen Ehefrau Dunja von Oy über den Sieg im Bürgermeisterwahlkampf.

Rahden - Von Anika Bokelmann. 61,06 Prozent gegenüber 38,94 Prozent lautete gestern Abend das Ergebnis der Bürgermeisterwahl in Rahden. Als eindeutiger Sieger ging daraus Dr. Bert Honsel hervor, der nun als Nachfolger von Bernd Hachmann ins Rathaus einziehen wird. „Ich bin froh über das Ergebnis“, sagte der CDU-Kandidat nach Bekanntgabe der Ergebnisse in den Altstadtstuben, wo seine Partei den Sieg feierte.

Getrübt war hingegen die Stimmung im Rathaus, wo Mitglieder von SPD, FDP, FWG und Grünen mit ihrer Kandidatin Bela Lange die Meldungen aus den Wahlbezirken verfolgt hatten. „Schade, aber das ist Demokratie“, so Lange, sichtlich enttäuscht über das Ergebnis. „Wir haben keine Fehler gemacht und uns sehr engagiert“, lobte sie ihr Team. Honsel wünschte Lange viel Glück. Weiterhin versprach sie, der Stadt auch weiter Besuche abzustatten – unter anderem beim Steller Schützenfest im kommenden Jahr.

„Bela Lange hat Rahden bereichert. Leider ist die Sensation ausgeblieben“, resümierte Friedrich Schepsmeier (SPD). Den Wahlkampf lobte er, „weil sich die vier Parteien politisch und persönlich näher gekommen sind“.

Von 12976 Wahlberechtigten hatten 6567 ihre Stimme abgegeben. Von den 1956 Rahdenern, die eine Briefwahl beantragt hatten, gingen 1830 Wahlbögen ein. Damit lag die Quote laut Wahlleiter Werner Thielemann bei rund 15 Prozent. Die Wahlbeteiligung in Rahden insgesamt beträgt 50,61 Prozent.

Für Honsel beginnt die Amtszeit am 21. Oktober – mit dem Ablauf der aktuellen Wahlperiode und dem Ausscheiden Hachmanns. Bis zum Jahr 2020 wird der Christdemokrat zunächst die Geschicke der Auestadt leiten. Er habe gerne in der Kreisverwaltung gearbeitete, betonte Honsel gestern, „aber jetzt freue ich mich über die neuen Aufgaben, bei dDr. enen ich kreativer und gestalterischer arbeiten kann“. Als erstes strebe er eine „Klimaverbesserung in der Kommunalpolitik an“, so Honsel. Dazu wolle er mit den Fraktionsvorsitzenden Gespräche führen. „Es geht nicht um Eitelkeiten, sondern die Stadt Rahden“, machte der designierte Bürgermeister deutlich, dass „die Animositäten der vergangenen Monate nicht gut für die Stadt waren“.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Bilder: Freiburg gewinnen Hinspiel gegen Domzale

Bilder: Freiburg gewinnen Hinspiel gegen Domzale

Droht Venezuela eine Diktatur?

Droht Venezuela eine Diktatur?

Ursachenforschung nach tödlichem Hubschrauberabsturz in Mali

Ursachenforschung nach tödlichem Hubschrauberabsturz in Mali

Beängstigender Hagel-Sturm: In Istanbul ging fast nichts mehr 

Beängstigender Hagel-Sturm: In Istanbul ging fast nichts mehr 

Kommentare