Bürgermeister Honsel fordert faires Miteinander in der politischen Arbeit ein

Sachlichkeit statt Profilierung

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Beim Geschenk an den neuen Bürgermeister Dr. Bert Honsel (mit Umschlag) bewiesen die Ratsfraktionen schon mal Einigkeit (v.l.): Hans-Eckhard Meyer, Wilhelm Kopmann, Friedrich Schepsmeier, Dieter Sprado, Gundel Schmidt-Tschech, Bianca Winkelmann und Winrich Dodenhöft.

Rahden - Dass der Job des Bürgermeisters kein leichter ist und neben der beruflichen Veränderung auch einen Einschnitt ins Familienleben bedeutet, hat Rahdens neuer Amtsinhaber Dr. Bert Honsel schon in der ersten Woche gemerkt. „Aber ich habe es ja auch so gewollt“, sagte er in seiner Antrittsrede während der Ratssitzung am Donnerstag.

Er dankte dem stellvertretenden Bürgermeister Wilhelm Kopmann, der ihn vereidigt hatte, für die freundlichen Worte und guten Wünsche. Honsel hat in den ersten Tagen viele Gespräche mit seinen Amtsleitern geführt. „Ich bin sehr froh, dass ich sie als Team habe. Mir ist sehr viel Freundlichkeit entgegen gebracht worden“, so Honsel.

In der politischen Arbeit setzt er auf einen fairen Umgang miteinander, auch wenn man in der Sache unterschiedlicher Meinung ist. „Das Aufzeigen alternativer Standpunkte ist erwünscht, aber es ist auch die Bereitschaft zum Kompromiss gefordert“, stellte Honsel klar. „Sowohl beim Bürgermeister als auch im Gemeinderat muss die Sache im Vordergrund stehen, nicht die persönliche Profilierung und auch nicht das Einnehmen einer Kontraposition nur aus Gründen der Opposition oder etwa nur das Betreiben einer Verhinderungspolitik.“

Allen Fraktionen sicherte der Bürgermeister zu, sie gleich zu behandeln und Informationen umfassend und nicht zeitkritisch weiterzugeben. Er wolle sich um möglichst breite Mehrheiten bemühen. Den Bürgern versprach er Bürgernähe, Überparteilichkeit und Unabhängigkeit. Grundlage jeglichen Handelns, das stellte Honsel ebenfalls klar, müsse die vorhandene Finanzausstattung sein. Getreu dem Motto „Gestalten trotz sparen“ müssten gezielt Schwerpunkte und Prioritäten gesetzt werden.

Auch Dieter Sprado (FWG), der Honsel als Ratsältester im Namen aller Fraktionen ein Präsent überreichte, warb für einen gelasseneren Umgangston. Er sieht ins Honsels Amtsantritt auch für den Rat die Chance, einen Neuanfang zu gestalten. Sprado: „Ich glaube, dass wir das hinkriegen.“ Er warb auch dafür, dass die Fraktionen bei schwierigen Themen schon vor den Sitzungen miteinander sprechen. Dem neuen Bürgermeister wünschte Sprado viel Tatkraft und Gelassenheit. Das Präsent – ein „ostwestfälisches Flachgeschenk“ – behält Honsel übrigens nicht für sich. Auf Bitten der Fraktionen reicht er es direkt an den Präventionsrat weiter.

mer

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