Bürger kritisieren glatte Straßen in Rahden

Anlieger sind ebenfalls in der Pflicht

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Im Winter kann der Spaziergang schonmal gefährlich werden. Für freie Straßen und Bürgersteige müssen die Stadt und die Anlieger gleichermaßen sorgen.

Rahden - Über den mangelnden Winterdienst beschwerte sich Friedrich Schepsmeier (SPD) bei der jüngsten Ratssitzung in Rahden. „Der Winter hat uns nun ereilt, aber es passiert nichts“, kritisierte der Ratsherr und bezog sich damit auf das dreitägige Blitz-eis in der ersten Januarwoche. Nicht nur die Außenortschaften, sondern auch die Wohngebiete in der Stadt und selbst der Busverkehr seien davon betroffen gewesen, meinte Schepsmeier. „Das wirft kein gutes Licht auf Rahden.“ Auch am Wochenende diskutierten einige Rahdener auf Facebook über die Räumpflicht, weil viele Straßen am Sonnabend kaum zu befahren gewesen sein sollen.

„Wir konnten bei dem Blitzeis kein Rundum-Sorglos-Paket liefern“, verteidigte sich Dieter Drunagel vor dem Rat. Die Bauhof-Mitarbeiter hätten schlicht nicht mehr leisten können – laut Drunagel wurden bei dem plötzlichen Wintereinbruch allein 30000 Tonnen Salz gestreut. „Das konnte aber nicht wirken, weil so wenig Verkehr war“, so Drunagel.

Der Winterdienst sei letztlich eine Frage des Geldes, erklärte Rahdens Bürgermeister Dr. Bert Honsel. „Früher hatten wir mehr Fahrzeuge und Personal im Bauhof. Aber das war auch wesentlich teurer“, so der Verwaltungschef. Wenn der Winterdienst wieder so aufgestellt werden sollte, „müssen wir entsprechend mehr Geld dafür in die Hand nehmen“, so Honsel.

Die Stadt gehe ihrer Verpflichtung nach, die Straßen an gefährlichen und wichtigen Stellen zu räumen, führte Bauamtsleiter Drunagel weiter aus. So habe sich der Räumdienst insbesondere auf die Schulwege konzentriert. „Aber die kompletten 400 Kilometer Gemeindestraßen konnten wir nicht freihalten“, erklärte Drunagel.

Er erinnerte an die Straßenreinigungssatzung, die auf der Internetseite des Straßeneigenbetriebs zu finden ist. Damit hatte die Stadt Anliegern die Reinigungspflicht für Gehwege und Straßen übertragen. Zum Winterdienst heißt es: „Nach den Satzungsregelungen sind die Grundstückseigentümer verpflichtet, die Gehwege vor ihrem Grundstück in einer Breite von mindestens einem Meter von Schnee und Eis freizuhalten. Bei Eis- und Schneeglätte müssen abstumpfende Stoffe wie Sand, Asche oder Splitt gestreut werden. Aus Gründen des Umweltschutzes sollte nach Möglichkeit auf die Verwendung von herkömmlichem Streusalz verzichtet werden. Es sind auch die Kanaleinlaufschächte an den Straßen und die Hydranten von Schnee und Eis freizuhalten.“

abo

www.rahden-eigenbetriebe.de

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