Bürger informieren sich über Wohnungsbaupläne am Alten Markt in Rahden

Unterschiedliche Meinungen über Bäume und Fußweg

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Wo derzeit noch das alte Feuerwehrgerätehaus steht, soll in naher Zukunft ein Mehrfamilienhaus entstehen. Derzeit läuft das Bebauungsplanänderungsverfahren, das die baurechtlichen Voraussetzungen schaffen soll.

Rahden - Von Melanie Russ. Das alte Feuerwehrgerätehaus am Alten Markt in Rahden soll Wohnbebauung weichen und die Änderung des entsprechenden Bebauungsplans „Alter Markt/ Nördliches Ahlfeld“ den Weg dafür bereiten. Bevor der geänderte Entwurf der Änderungsplanung ab dem 17. Februar einen Monat lang im Rathaus öffentlich ausliegt, hatten die Bürger am Dienstagabend die Gelegenheit, sich im Rahmen einer Bürgerversammlung zu äußern.

Zunächst stellte Planer Johannes Eversmann die Grundzüge des Entwurfs des Architekten Jürgen Reuter vom Landschaftsverband für Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur Westfalen für den Bereich Feuerwehrgerätehaus, Alter Markt vier und fünf sowie das dahinter liegende unbebaute Areal vor. Der Entwurf sieht im vorderen Bereich zum Alten Markt drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt etwa 15 Wohneinheiten und im hinteren Bereich zwei Doppelhäuser inklusive Stellplätze vor.

Eine längere Diskussion drehte sich wie schon zu Beginn der Planungen um den alten Baumbestand. Am Alten Markt können nach aktueller Planung zwei Buchen und eine Linde erhalten bleiben, im nordöstlichen Bereich eine 280 Jahre alte Eiche. Ein Anlieger fragte nach einer aus seiner Sicht ebenfalls erhaltenswerten großen Linde an der Professor-Langhorst-Straße. „Wir haben nicht die Möglichkeit gesehen, da herum zu planen“, entgegnete Eversmann. In dem Bereich ist die Zufahrt zum Komplex geplant, Alternativen gibt es laut Eversmann nicht. Bauamtsleiter Dieter Drunagel schlug dem Anlieger vor, eine Liste mit den aus seiner Sicht erhaltenswerten Bäumen zu erstellen. Das könne dann im Rahmen der Abwägung geprüft werden.

Diskutiert wurde auch die Notwendigkeit des im Planentwurf eingezeichneten Fußwegs am östlichen Rand des Areals. Während ein Anlieger der Ansicht war, dass das Geld an anderer Stelle besser angelegt wäre, begrüßten andere eine fußläufige Verbindung zur Weller Straße. Dann müsse man nicht die vielbefahrene Straße entlang gehen. Man könne nicht immer nur an die Autofahrer denken.

Drunagel beschwichtigte, es gehe derzeit nur darum, die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen. Über konkrete Maßnahmen werde erst später entschieden. Ratsfrau Gundel Schmidt-Tschech (FWG) riet, sich in der Planung alle Möglichkeiten offen zu halten. Ortsvorsteher Reinhard Warner erinnerte daran, dass der Fußweg in einer vorherigen Bürgerversammlung angeregt worden sei.

Eine konkrete Antwort auf die Frage nach einem Zeitrahmen für den Bau neuer Wohnungen blieb Drunagel schuldig. „Ein Schritt nach dem anderen. Erst müssen wir das Baurecht schaffen.“ Die Änderung des Bebauungsplans soll Mitte des Jahres verabschiedet werden. Danach könne der nächste Schritt ein Interessenbekundungsverfahren sein, um Investoren zu finden. Ob allein für die in städtischem Besitz befindliche Fläche des alten Gerätehauses oder auch für die benachbarten Flächen in Privatbesitz, werde man zu gegebener Zeit sehen.

Bürgermeister Bert Honsel gab zu bedenken, dass der Zeitrahmen auch davon abhängt, ob gegen die Planänderung geklagt wird. Dann könne es Jahre bis zum Baubeginn dauern, sonst könne es auch ganz schnell gehen. „Ein Bedarf an kleinen Wohnungen ist da“, ergänzte Drunagel. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es lange dauert, einen Investor zu finden.“

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