Heimatkapelle Rahden spielt zum Jubiläum vor rund 600 Gästen kräftig auf

Blasmusik auf hohem Niveau

Die Heimatkapelle Rahden präsentiert ein breit gefächertes Repertoire, von Walzer über Polka bis hin zu aktuellen Hits. - Fotos: Mühlke

Rahden- Von Heidrun Mühlke. Seit 50 Jahren gehen Musiker in der Heimatkapelle Rahden gemeinsame Wege. Ein Ereignis, das am Wochenende gebührend gefeiert wurde – mit rund 600 Gästen an zwei Konzerttagen in der Aula des Gymnasiums Rahden. Was hier an musikalischer Vielfalt geboten wurde, war höchstes Niveau und begeisterte Jung und Alt.

Mit „Fanfare and Flourishes“ von James Curnow, mit Spielfreude und Temperament kräftig aufgespielt, und den Zuhörern als Thema der „Eurovisionsfanfare“ bekannt, eröffneten die Musiker den Abend. „Wir sind ein Verein mit engagierten Mitgliedern, der die Tradition der Musizierens mit Freude fortführt und Kameradschaft hochhält“, machte Vorsitzender Andreas Krüger deutlich. Aus einer kleinen Gruppe Musiker sei im Laufe der Jahre ein repräsentatives Orchester mit 26 Mitgliedern – 13 Frauen und 13 Männer – im Alter von 18 bis 86 Jahren geworden. „Das Konzert ist bereits das 41. in Folge und wir haben es lange vorbereitet, um ein abwechslungsreiches Programm präsentieren zu können“, machte Krüger Lust auf einen klangvollen Abend und kündigte den Solisten Manfred Griepenstroh an, „auch bekannt als die Lärche vom Schnakenpohl“. Der machte keck das Motto des Abends musikalisch deutlich und trällerte fröhlich drauf los: „Heute feiern wir.“

Kirstin Korte, stellvertretende Landrätin des Kreises Minden-Lübbecke, schien bereits zu Beginn beeindruckt: „Sie verstehen es, aus ihren Musikern Höchstleistungen herauszukitzeln“, lobte sie. „Egal ob Jubiläum, Schützenfest oder Stadtfest, die Heimatkapelle Rahden ist aus der musikalischen Landschaft des Mühlenkreises nicht wegzudenken“, so Korte. Anerkennend äußerte sich auch Bürgermeister Dr. Bert Honsel. „Sie haben den richtigen Ton getroffen und hinterlassen bei all ihren Auftritten einen hervorragenden Eindruck“, sagte der Verwaltungschef. „Musik allein ist die Weltsprache – ich kann mir keinen besseren musikalischen Botschafter für die Stadt Rahden denken.“

Begeisterten Applaus gab es in der Aula des Rahdener Gymnasiums für die Heimatkapelle Rahden.

Als beste Möglichkeit hervorragende Blasmusik zu erleben, sah der Vorsitzende des Kreismusikverbandes Minden-Lübbecke, Henrik Wilkening, dieses „exklusive Event“, wie er den Konzertabend treffend bezeichnete, während Ratsherr Günter Meyer es klar auf den Punkt brachte: „Das Anliegen der Heimatkapelle Rahden ist es, seit 50 Jahren Menschen mit Musik Freude, Frohsinn und gute Laune zu bereiten sowie Brauchtum zu pflegen.“ Kopfnickend stimmten die Besucher, darunter weitere Ehrengäste wie Bundestagsabgeordneter Achim Post sowie die Landtagsabgeordneten Ernst-Wilhelm Rahe und Friedhelm Ortgies, zu. Einen weiteren Gruß und ein „westfälisches Flachgeschenk“, wie seine Vorredner auch, überbrachte der Varler Löschgruppenführer Alexander Thie. Die Varler Kameraden übernehmen seit 40 Jahren den Ordnungsdienst bei den Konzerten der Heimatkapelle.

Seinem Publikum präsentierte die Heimatkapelle, unter Leitung von Verena Krüger, zu ihrem 50. Geburtstag ein bombastisches Programm, durch das kompetent Thomas Quellmatz, Kantor der evangelischen Kirchengemeinde Rahden, führte. Mit den schönsten Melodien des „Walzerkönigs“ Johann Strauss versetzte sie den Saal augenblicklich in schunkelnde Bewegung und animierte beim Potpourri herrlicher Beatles-Melodien zum Mitsingen.

Sowieso hatten die Musiker den Bogen weit gespannt. Das Repertoire reichte von Walzer und Polka über deftige Marschmusik bis hin zu Musical-Melodien und Kulthits, beispielsweise dem Sound der schwedischen Popgruppe „Abba“ oder den goldenen Hits von James Last. Souverän begleiteten sie Griepenstroh, wenn er die „Böhmischen Polkasterne“ vom Himmel sang. Mit spritzig intonierter Freude begeisterten die Musiker gleichermaßen bei volkstümlichen Melodien, wie „Kein schöner Land“ oder „Alte Kameraden“.

Weil die Zuhörer auch nach mehr als zwei Stunden fulminanter Blasmusik gar nicht genug bekommen konnten, entließen sie die Heimatkapelle nicht ohne Zugabe von der Bühne. Dem tosenden Applaus dankten die Musiker mit „Auf uns“ von Andreas Bourani und servierten am Ende das insgeheime Lieblingslied vieler der Mitglieder der Heimatkapelle „Highland Cathedral“.

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