Dr.-Bock-Gruppe feiert fertiges „Quartier Katzengasse“

Bewohner wachsen zu einer Gemeinschaft zusammen

Zur Einweihung des Quartiers „Katzengasse“ pflanzten Bürgermeister Dr. Bert Honsel (r.) und Annette Meyer, Geschäftsführerin der Dr.-Bock-Gruppe, einen Apfelbaum. - Foto: Schmidt

Rahden - Altes bewahren und Neues gestalten – mit diesem Ziel hatte sich die Dr.-Bock-Gruppe der Modernisierung des „Quartiers Katzengasse“ in der Rahdener Innenstadt angenommen. Mit dem Ergebnis ist Geschäftsführer Hans-Eckhard Meyer sichtlich zufrieden: „Das wurde offensichtlich in Rahden gewünscht und gebraucht“, sagte er am Dienstagabend bei der Vorstellung des Quartiers, das nun Wohnen, Barrierefreiheit und Arbeiten vereint. Innerhalb kürzester Zeit wurden alle Wohnungen vermietet.

Mit einem kleinen Sommerfest feierten die Unternehmensgruppe, Bewohner und Gäste die Vollendung des Projekts. Eingeladen waren auch Bauamtsleiter Dieter Drunagel und Dr. Bert Honsel von der Stadt. Der Bürgermeister lobte das Quartier als einen „Juwel für die Innenstadt“. Zusammen mit Geschäftsführerin Annette Meyer pflanzte er einen Apfelbaum der Sorte „Ingrid-Marie“. An dessen Blüten und Früchten sollen sich die Bewohner des Quartiers künftig erfreuen.

Die Bewohner, das sind zum einen ältere Menschen mit teilweise eingeschränkter Mobilität. Dank Barrierefreiheit, einem Notrufsystem und „Quartiersmanagerinnen“ können sie in der „Katzengasse“ selbstbestimmt leben. Kurze Wegen zu Apotheke, Bäcker und Co. tragen ihr Übriges dazu bei. In Obergeschossen des laut einer städtebaulichen Entwicklungsstudie „historisch gewachsenen Ensembles“ sind zudem jüngere, berufstätige Mieter Zuhause. Außerdem hat die Steuerkanzlei „HP“ einen Standort auf dem Gelände im Herzen Rahdens.

Schon jetzt hat sich laut Annette und Hans-Eckhard Meyer in dem „Quartier Katzengasse“ eine tolle Gemeinschaft gebildet. Die Bewohner würden sich regelmäßig treffen, Klönen, Karten spielen und Kochen. Raum hierfür bietet ein Gemeinschaftszimmer im Gebäude Katzengasse 6 samt großer Terrasse.

Hans-Eckhard Meyer beschreibt das Konzept des Quartiers als eine Art „Laborversuch“ im kleinen Rahmen – und der Versuch sei gelungen, so sein Fazit. Die Zukunft der Pflege sieht er nicht im stationären Bereich.

Das Bauvorhaben hat ein Gesamtvolumen von 3,5 Millionen Euro, die Bezirksregierung bezuschusste es mit 250.000 Euro. Insgesamt umfasst das neue Quartier vier Gebäude: Zwei modernisierte Bestandsgebäude (Katzengasse 4 und 8) sowie zwei Neubauten (Katzengasse 6 und einem Wohngebäude an der Winkelstraße).

Die „Kassengasse 6“ steht an der Stelle des ehemaligen Schusterhauses Neddermann, das im Jahr 2012 abgerissen wurde. Laut Hans-Eckhard Meyer war es „morsch und durch“. Im Erdgeschoß des Neubaus, der die gleiche Kubatur wie sein Vorgänger hat, hat die Dr.-Bock-Gruppe neben dem Gemeinschaftsraum ein Pflegeberatungs-Büro eingerichtet. In diesem stehen Pflegeberaterinnen für Fragen rund um die Pflegeversicherung und den damit verbundenen Leistungen kostenlos zur Verfügung. Einer der Pflegeberaterinnen ist Nina Windhorst. Sie und Hans-Eckhard Meyer betonen, dass nicht nur Menschen, die Pflege benötigen, Hilfe im Büro finden. Es sei auch ein Anlaufpunkt für pflegende Angehörige. Für sie sind unter anderem Kurse zum Thema Pflege geplant.

Mit der Vollendung des Quartiers geht ein Vorhaben zu Ende, über das über Jahre diskutiert worden war. Wie ein roter Faden zog sich dabei ein städtebaulicher Testentwurf von Architekt und Stadtplaner Jürgen Reuter durch das Projekt.

ks

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