Werbegemeinschaft Pr. Ströhen feiert 25-jähriges Bestehen

Mit 30 Betrieben fing alles an

Der Gründungsvorstand mit dem ersten Vorsitzenden Martin Dieker (4.v.l.) an der Spitze: Wilhelm Sander (v.l.), Wilhelm Buchholz (verstorben), Wolfram Kölling, Joachim Thielemann, Dieter Hoffmann, Hartmut Cording, Horst Kröger und Walter Kattelmann. - Foto: Horstmann

Pr. Ströhen - Seit einem Vierteljahrhundert engagiert sich die Werbegemeinschaft Pr. Ströhen für die Belange der Betriebe der Ortschaft und für das Nordpunktdorf selbst. Wenn morgen ab 19 Uhr das 25-jährige Jubiläum mit der Dorfbevölkerung im Gasthaus Buschendorf groß gefeiert wird (wir berichteten), werden bei vielen Gewerbetreibenden Erinnerungen an den Gründungsabend aufleben. Denn an gleicher Stelle wurde am 22. April 1991 der Unternehmenszusammenschluss mit 30 Mitgliedsbetrieben aus der Taufe gehoben. Viele von ihnen sind noch heute dabei.

Mit der Vereinsgründung wurde der lang gehegte Wunsch zahlreicher Gewerbetreibender wahr, ihre Interessen über die Ortschaft und das Rahdener Stadtgebiet hinaus zu fördern und zu vertreten. Nach Vorgesprächen durch Ortsvorsteher Helmut Kammeier, Ortsheimatpfleger Wilhelm Horstmann und weiteren Engagierten erfolgte die Gründungsversammlung. Danach nahm der Vorstand unter Führung von Martin Dieker umgehend seine Arbeit auf.

13 Jahre stand Dieker an der Spitze der Gewerbetreibenden. Mit der Ablösung durch Hans Junchen im Jahr 2004 wurde der heutige ehrenamtliche Geschäftsführer des Auemarktes zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Mit Wilhelm Buchholz (†) als zweitem Vorsitzenden, Dieter Hoffmann als erstem und Wilhelm Sander als zweitem Geschäftsführer war die Gründungführungsspitze der Werbegemeinschaft komplett. Die fünf Beisitzer waren Horst Kröger, Walter Kattelmann, Hartmut Cording, Wolfram Kölling und Joachim Thielemann.

Seit zwölf Jahren steht Junchen nun dem Unternehmenszusammenschluss vor, er signalisierte aber schon im vergangenen Jahr, dass es Zeit für einen jüngeren Nachfolger wird. Die Suche gestaltet sich allerdings schwierig. „Es ist eine Menge Arbeit, die die Vorstandsmitglieder ehrenamtlich neben dem Tagesgeschäft investieren“, weiß Hans Junchen. Aus den ehemals 30 Mitgliedsbetrieben sind 67 geworden. „So gut wie jedes Unternehmen ist somit involviert.“

Über zweieinhalb Jahrzehnte hat der Zusammenschluss vieles bewegt und möchte auch nach dem Wegfall des Pr. Ströher Marktes noch vieles bewegen. „Wir haben mit Blick auf die Ortschaft immer mehrere Baustellen zu beackern und zu pflegen gehabt“, erklärt Junchen. Man habe den Weihnachtsmarkt auf dem Schulhof auf den Weg gebracht und diesen mit der Verlagerung zum Gasthaus Buschendorf neu belebt. Die alle vier Jahre stattfindende Gewerbeschau im Industriegebiet, die einige Unternehmen eigenständig auf die Beine gestellt hätten, erfreue sich ungebrochener Beliebtheit. Zu aktuellen Themen wie „Elektroautos“ habe man im vergangenen Jahr mit einigen Betrieben kurzerhand einen Aktionstag auf die Beine gestellt.

Neben sozialem Engagement wie der Unterstützung von Schule, Kindergarten und Vereinen gehören auch wirtschaftspolitische Interessenvertretungen in Form einer regelmäßigen Teilnahme an den Sitzungen des Rahdener Ausschusses für Wirtschaftsförderung, das kontinuierliche Drängen auf den Ausbau des Gewerbegebietes am Bahnhof sowie die Ausweisung neuer Bauplätze. Insbesondere seit das Schreckgespenst des Landesentwicklungsplanes (LEP) im Raum stehe, der eine weitere Ausweisung dieser wichtigen Flächen erheblich erschwert, sei schnelles Handeln gefragt.

Mehr Firmen, mehr Arbeitsplätze, mehr Menschen in Pr. Ströhen – und somit mehr Familien, die in der Ortschaft sesshaft werden möchten. Das trage zum zukunftsfähigen Ausbau des Dorfes bei, erläutert Junchen. Die Nachfrage nach Gewerbeflächen an der Landesgrenze sei da. Derzeit bieten die rund 70 Mitgliedsbetriebe in dem 1 850 Einwohner zählenden Ort rund 700 Arbeitsplätze. Auch der Auemarkt und die Biogas-Anlage seien von der Werbegemeinschaft angestoßen worden, freut sich der Vorsitzende über sichtbare Zeichen des Fortschritts. Die Wiederbelebung der Ende Juni geschlossenen Aue-Apotheke werde man gemeinsam mit Ortsvorsteherin Bianca Winkelmann auch weiterhin versuchen. 

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