Mittelalterlicher Markt auf dem Museumshof lockt unzählige Besucher an

Angehende Ritter beweisen Tapferkeit und Mut

Die Band „Talentfrey“ hat sich auf mittelalterliche Musik spezialisiert. Genau das Richtige für den Markt in Rahden.

Rahden - Von Katharina Schmidt. Rauch zieht von einer Feuerstelle herüber. In der Ferne streicht ein Spielmann über die Saiten seiner Fiedel, nebenan bietet ein Händler den Zuhörern süßen Met feil. Rüstungen glänzen in der Sonne. Der Mittelalter-Markt auf dem Museumshof Rahden entführt Besucher wahrlich mit allen Sinnen in die Zeit der Ritter und Barden. Für das historisch angehauchte Wochenende hatten mehr als ein Dutzend Lagergruppen Zelte vor der Burgruine aufgeschlagen und ihre Flaggen gehisst.

Die Mittelalter-Band „Talentfrey“ ist zum ersten Mal in Rahden dabei. Sackpfeifen-Spieler Spawn de Forsac’ fühlt sich auf dem Spektakel gleich wohl. „Es ist ein schönes Gelände, ein familiärer Markt und es macht Spaß“, findet er. Schon lange hegt de Forsac’ eine Leidenschaft fürs Mittelalter. „Angefangen hat es in Xanten beim Siegfried-Spektakel“, erinnert er sich. „Da hab ich mir mein erstes Gewand gekauft.“ Er und die anderen Bandmitglieder – Rabenherz, Freiherr vom Froschweiher und Kel Sa Dvalar – sind aus dem Ruhrgebiet und Bayern angereist. Auch andere Mittelalter-Fans haben weite Wege auf sich genommen. Neben „Talentfrey“ musiziert in Rahden „Saltation Draconium“.

Fernab der Bühne werden vielen der jüngeren Besucher zum Ritter geschlagen. Eine Ehre, die nicht jedem Narr zuteil wird. Zuvor müssen sich die Mädchen und Knaben bei einem Turnier beweisen. Dort gilt es unter anderem, zu (Stecken-) Pferd eine gute Figur zu machen. Außerdem reißen die Anwärter Mauern einer Burg mit einem (mit Tennisbällen beladenden) Katapult nieder.

Getragen sieht man Ritter-Rüstungen an diesem Wochenende übrigens kaum – selbst gestandene Männer halten es bei Temperaturen an die 30 Grad Celsius unter dem Metall nur kurz aus.

Mittelaltermarkt Rahden

Die unzähligen Besucher dürften sowohl die Organisatoren, das sind das Museumshof-Team, die Stadt und der Förderverein der Recken zur Porta, als auch die rund 25 Händler zufrieden stimmen. Riemenschneidern, Töpfermeistern und Schmieden mangelt es in der Auestadt nicht an Kundschaft, die sich auf eine kleine Zeitreise ins Mittelalter begibt.

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