Großer Besucher-Ansturm beim Mahl- und Backtag in Wehe

Alte Trecker und Line-Dancer locken zur Mühle

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Mitglieder des Alt-Traktoren-Clubs Hille präsentierten auf dem Mühlengelände ihre Schlepper. Am ältesten sind ein alter Normag (vorne rechts) und ein Deutz (vorne links). - Fotos: Schmidt

Wehe - Die Bockwindmühle in Wehe war einst ein wichtiges Arbeitsgerät – bis die Technik fortschritt und sie mehr und mehr zu einem Zeitzeugen, einem Liebhaberstück wurde. Ein ähnliches Schicksal teilten am Sonntag wohl die historischen Trecker, die der Alt-Traktoren-Club Hille beim Mahl- und Backtag ausstellten. Vermutlich waren sie nicht ganz unbeteiligt an dem immensen Besucher-Ansturm.

Der älteste Schlepper war ein 11 PS-starker Deutz, der im Jahr 1936 gebaut wurde und mittlerweile zu der Sammlung von Friedhelm Rohde aus Hille gehört. Nur unwesentlich jünger: Ein Normag aus dem Jahr 1939, mit dem früher in der DDR geackert wurde. Ob er noch läuft? „Ja natürlich!“, erzählte sein Besitzer Friedrich Rabenort aus Frotheim Besuchern. Und ergänzte: „Er ist sehr stark durch sein hohes Eigengewicht“.

Über alte Traktoren erzählte auch eine Foto-Ausstellung mit Bildern aus dem alten Wehe, die der verstorbene Heiz Döpke hinterlassen hat. Da war der erste Trecker des Dreschbetriebs Wilhelm Bruns zu sehen, oder ein schwarz-weißes Bild von einer Tour des Sportvereins Wehe nach Helgoland.

Die Line-Dance-Gruppe aus Oppendorf präsentierten etwa 20 Tänze. Damit alle Besucher gut sehen konnten, tanzten sie auch mal spontan in einer langen Reihe.

Eine weitere Besonderheit des Mahl- und Backtages waren die Auftritte der Emotion-Line-Dance-Gruppe des TuS Oppendorf. In vier Blöcken präsentierten die Mitglieder etwa 20 Tänze. Meistens bewegten sie sich zu moderner Musik und Evergreens, zwischendurch bauten sie auch mal einen Block mit Choreografien zu Schlagern ein. So erklang unter anderem „Ein Stern“ von DJ Ötzi oder das Lied „Rote Lippen soll man küssen“. Die Gruppe existiert seit etwa drei Jahren und besteht aus 55 Tänzern, außerdem gibt es eine Seniorengruppe. In Wehe traten 15 Line-Dancer auf.

Nicht fehlen durfte das übliche Angebot mit Kuchen, den original Weher Dinkelwaffeln, Gegrilltem und Brot. Friedrich Schepsmeier, Vorsitzender der Weher Mühlengruppe, strahlte gegen Ende des Aktionstages. „Wir sind mehr als zufrieden“, sagte er. Der Besucherandrang sei „bombastisch“ gewesen.J ks

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