Administratoren bezeichnen Facebook-Gruppe „Wir aus Rahden“ als pflegeleicht

Informationsaustausch über das Internet

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Andreas Kutsche (l.) und Christian Bremer betreuen die Facebook-Gruppe „Wir aus Rahden“. Dort diskutieren die Teilnehmer die neusten Entwicklungen in der Stadt.

Rahden - Von Anika Bokelmann. Es geht um aktuelle Themen und Entwicklungen in und um Rahden, die Mitglieder der Facebook-Gruppe „Wir aus Rahden“ besprechen. „Wer ist neuer Schützenkönig?“, „kennt ihr einen guten Friseur“ und andere Fragen tauchen auf der Internetplattform auf und werden von einigen der aktuell 864 Mitglieder zeitnah beantwortet. Dass es keine Werbung oder negative Posts in Form von Beleidigungen gibt, dafür sorgen die Administratoren Christian Bremer, Andreas Kutsche und Inga Cyron.

„Das ist eine sehr pflegeleichte Gruppe“, sagt Christian Bremer. Denn mit Anfeindungen habe er sich bislang noch nicht auseinandersetzen müssen. Seit fast drei Jahren betreut er die interaktive Gruppe des sozialen Netzwerks „aus Spaß“. „Wir willen neue Ideen generieren, Denkanstöße geben und Diskussionen in Gang bringen“, beschreibt Bremer die Intention der Gruppe, deren Mitglieder ihm zufolge auch selbst darauf aufpassen, was im Netz landet, und auffällige Nachrichten an die Administratoren melden.

Auch wenn der Aufwand den Administratoren zufolge relativ gering ist – „jeder guckt nebenbei mal drauf“ – so haben Bremer und Kutsche stets ein Auge darauf, dass die Gruppe nicht für Werbezwecke missbraucht wird. Ominöse Anbieter filtern sie daher bei der Durchsicht der Beitrittsanfragen aus. Als Bedingung, um in die öffentliche Gruppe aufgenommen zu werden, nennt Kutsche die Tatsache, dass „ein Bezug zu Rahden das ein sollte. Sei es über die Schule, Freunde oder den Arbeitsplatz“.

Warum die Gruppe vor mehr als fünf Jahren tatsächlich ins Leben gerufen wurde, können Bremer und Kutsche nicht mehr sagen. Auch wenn die Beschreibung eigentlich nie geändert wurde: „Für alle Rahdener, die hier geboren sind, hinzugezogen sind oder aber auch hier mal wohnten! Hier kann man sich sammeln und alle Informationen miteinander austauschen die uns Rahdener interessieren...Bilder, Geschichten und Erlebnisse“. Frei nach diesem Motto würden sich die Verantwortlichen auch mehr Fotos wünschen, um einen besseren Eindruck von Rahden zu vermitteln.

„Durch die Diskussionen können auch Missstände aufgedeckt werden“, erinnert sich Kutsche zurück an einige Posts zu Themen, die die Bürger aufgeregt haben. Trotz aller Kontrolle warnt Bremer dennoch davor, „nicht alles glauben, was im Internet landet“. Schließlich stehe der Spaß immer noch im Vordergrund, so der Administrator.

„Der Gründer ist gar nicht mehr bei Facebook aktiv“, weiß Kutsche. Der Inhaber der Rahdener Marktschänke blickt zurück: „Ich wurde auf einmal angeschrieben, ob ich mich nicht um ‚Wir aus Rahden‘ kümmern wolle, weil ich doch so aktiv sei.“ Kutsche stimmte zu und holte sich mit Bremer und Cyron Hilfe.

Das Gruppen-Foto mit dem Blick auf die Innenstadt hat Fotograf Christian Bremer seinerzeit gemacht, als der Kirchturm der St.-Johanniskirche renoviert wurde. „Wir haben uns bewusst für eine Übersicht entschieden, weil wir auch alle Themen in der Gruppe besprechen“, so Bremer.

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