158 Abiturienten verlassen das Rahdener Gymnasium / Abiball am Sonnabend

Aus einst trübem Wasser in ein neues Flussbett

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Viele Schüler haben sich in dem Abijahrgang 2015 des Rahdener Gymasiums mit besonderem ehrenamtlichen Engagement eingebracht und wurden dafür ausgezeichnet.

Rahden - Reichlich Wissen haben sich 158 junge Menschen angeeignet. Jetzt müssen sie es nur noch richtig anwenden. In Anlehnung an ein Zitat von Johann Wolfgang von Goethe gratulierte Bernd Hachmann den Schülern des Rahdener Gymnasiums zum Abitur. Der Bürgermeister war aber nur ein Gratulant unter vielen, die am Freitagabend mit dem Abschlussjahrgang, Lehrern und Eltern auf eine bewegte Zeit zurückblickten und die Schüler mit den besten Wünschen in einen neuen Lebensabschnitt entließen.

„Niemand ist perfekt. Ihr werdet nun lernen müssen, auf eigenen Füßen zu stehen“, erklärte Hachmann und sprach mit den Worten von Marc Aurel: „Das Glück hängt von den Gedanken ab.“ Dabei müsse nicht immer eine Goldmedaille angestrebt werden, so Hachmann und auch Stufenleiterin Barbara Bregenhorn-Loske meinte, dass jeder seinen persönlichen Weg finden müsse. „Steht zu euren Entscheidungen, auch wenn sie mit Enttäuschungen verbunden sind“, gab sie ihren Schützlingen mit auf den Weg.

In einem Frage-und-Antwort-Spiel beantwortete sie anschließend zusammen mit dem zweiten Stufenleiter Ingo Lange und den Stufensprechern Jascha Achterberg und Tim Sgorzali Fragen rund um den Jahrgang und sorgte für Erinnerungen und lustige Momente. Als wichtigste Erfahrung wollte Tim Sgorzali den Zusammenhalt nicht missen: „Nur im Team konnten wir so viel Erfolg haben“, bedankte sich der Abiturient bei seinen Mitschülern.

Das Gefühl der Gemeinschaft sei zum Ende der Schulzeit mit Freude und Trauer verbunden, sagte Jascha Achterberg. Doch es sei „Zeit für neue Abenteuer und Gemeinschaften, um unseren Wünschen näher zu kommen“, betonte er.

Den Vergleich zu einem großen Stausee zog Elternvertreter Udo Knost heran: „Am Anfang seid ihr von verschiedenen Schulen ans Gymnasium geflossen und im trüben Wasser geschwommen.“ Vieles sei ungewiss und neu gewesen – „bis das Wasser klarer wurde“. Mit dem Abitur sei der Druck immer größer geworden, doch umso schöner sei es, dass der Durchlass am Ende nun in ein Flussbett mit neuen Wünschen und Ideen münde, so Knost.

Zum Abitur gratulierte auch Schulleiterin Ingrid von Mitzlaff, die zudem an das 20-jährige Bestehen des Gymnasiums erinnerte. Mit Blick auf die Diskussionen um ein vermeintliches „Kuschel-Abitur“, das nicht ausreichend auf die Hochschule vorbereite, widersprach sie: „Ihr habt eine gute Vorbereitung für das weitere Lernen bekommen“, meinte von Mitzlaff. Die Abiturienten müssten nun noch Motivation und Selbstdisziplin hinzufügen, um erfolgreich zu sein. Doch diese Eigenschaften hätten sie während der Prüfungen und durch ihr ehrenamtliches Engagement bewiesen.

Für diese Aspekte wurden viele Schüler während der Feier geehrt (siehe Infokasten). Für besondere schulische und außerschulische Leistungen erhielten sie Ehrungen und einen Dank vom Förderverein, der Stufenleitung und den jeweiligen Fachlehrern. Auch Mitwirkende der Band Gyros, die in der Aula einige Stücke ihres Repertoires präsentierten, und der Rock- und Popband, die zuvor in der Kirche gespielt hatte, wurden mit kleinen Aufmerksamkeiten bedacht.

Mit der Abschlussfeier ist der gemeinsame Weg der 158 Schüler nicht beendet. Am Sonnabend, 27. Juni, feiern sie ihren Abiball und in 1000 Tagen wollen sich alle wiedertreffen.

abo

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