28-Jähriger zu Geldstrafe verurteilt

24,89 Gramm Marihuana im Gepäck

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Mediengruppe Kreiszeitung

Rahden/Stemwede - 24,89 Gramm Marihuana, Verpackungsmaterial, eine Feinwaage und ein Crusher zum Zerkleinern von Drogen – der Staatsanwaltschaft zufolge wurde ein 28-jähriger Mann Ende April mit diesen Utensilien auf dem Weg zum Hai-in-den-Mai-Festival in Wehdem von der Polizei erwischt. Nun wurde er vor dem Amtsgericht Rahden zu einer Geldstrafe wegen Drogenbesitzes verurteilt.

„Das ist nicht alles meins“, rechtfertigte sich der Angeklagte zu Beginn des Prozesses vor Richter Hagenkötter. Er sei mit Freunden unterwegs gewesen, mit denen er sich „ein bisschen eingedeckt“ habe. Vorher hätten sie sich im Internet über Mindestgrenzen schlau gemacht und ihrem Einkauf dementsprechend angepasst.

Richter Hagenkötter machte dem Angeklagten klar, dass es unerheblich sei, ob ein Teil der Drogen für Freunde bestimmt gewesen sei oder nicht – rein rechtlich sei er der Besitzer der gesamten Menge gewesen.

Dass dem Angeklagten die Rolle des Besitzers zukam, bekräftigten auch Aussagen eines Polizisten, der als Zeuge geladen war. Schon als das Autofenster bei der Polizeikotrolle in Arrenkamp geöffnet worden sei, sei eine „marihuana-typische Wolke“ aus dem Auto gestiegen, erzählte er. Ein Kollege habe den Angeklagten, der auf dem Fahrersitz saß, aufgefordert, ihm die Drogen auszuhändigen. Der 28-Jährige habe diese daraufhin aus einem Fach in der Fahrertür geholt. Auf Nachfrage gab der Angeklagte an, die Drogen auch gekauft und dorthin gelegt zu haben.

Von wem er den „Stoff“ hatte, wollte der Mann nicht sagen – er fürchte sonst um seine Sicherheit. Daraufhin fragte Hagenkötter nach der Qualität der Drogen. Leicht irritiert antworte der Angeklagte: „Es war ziemlich gutes Gras.“

Die Staatsanwaltschaft hakte zudem nach, wieso der Angeklagte neben den Drogen auch die Waage dabei gehabt habe. „Damit jeder auch das bekommt, was er bezahlt hat“, sagte der 28-Jährige. Er habe es „auf keinen Fall“ verkaufen wollen, betonte er.

Der Staatsanwalt plädierte für eine Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu je 15 Euro. Das Urteil von Richter Hagenkötter fiel milder aus: Er legte dem Festival-Gänger eine Strafe von 50 Sätzen zu je 15 Euro auf.

„Lassen Sie die Finger von Drogen“, gab er dem 28-Jährigen zum Abschluss mit auf den Weg.

ks

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