Obduktion soll Identität klären

Polizei findet Leiche nach Explosion

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Nach der Explosion einer Doppelhaushälfte hat die Polizei einen Leichnam gefunden

Bad Holzhausen - Nach der Hausexplosion am Mittwochmittag im Pr. Oldendorfer Ortsteil Bad Holzhausen hat die Polizei am Abend gegen 23 Uhr einen Leichnam unter den Trümmern entdeckt.

Dessen Identität konnte nach Angaben eines Polizeisprechers am Donnerstag noch nicht geklärt werden, Vermutungen gehen aber dahin, dass es sich um den vermissten 41-jährigen Hausbewohner handelt. Dass auch Reste eines Smarts unter einer schweren Betondecke gefunden wurden, der auf den Mann zugelassen ist, erhöht laut Polizei die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um den Vermissten handelt. Klarheit könnte eine für heute angesetzte Obduktion bringen.

Zur Ursache der Explosion gibt es unterdessen noch keine weiteren Erkenntnisse. Brandermittler untersuchten am Donnerstag den Ort der Explosion. Auch die Tatortgruppe Sprengstoff des Landeskriminalamtes und die Brandmittel-Spürhunde aus Schloß Holte-Stukenbrock waren angerückt. Am Nachmittag wurden die Untersuchungen an der Unglücksstelle aber zunächst eingestellt. Erst wenn das Obduktionsergebnis vorliegt, soll über das weitere Vorgehen entschieden werden.

Neben Feuerwehr, Polizei und Notärzten war am Mittwochnachmittag auch das Technische Hilfswerk im Einsatz. Ein speziell geschulter Bau-Fachberater des THW-Ortsverband Herford rief nach einer ersten Begutachtung die Ortsverbände Herford, Detmold, Bielefeld, Bünde, Minden und Lübbecke hinzu. Obwohl schweres Räumgerät vor Ort war, setzten die Einsatzkräfte nur Muskelkraft ein, um keine Spuren zu vernichten. Während der THW nach der Bergung des Leichnams wieder abrückte, blieb die Feuerwehr als Brandwache die ganze Nacht über vor Ort.

Der Lübbecker Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes hatte am Mittwoch einen Bereitstellungsraum errichtet und sorgte unter anderem für die Verpflegung der Rettungskräfte. Die Einsatzleitung der Pr. Oldendorfer Feuerwehr schätzt, dass etwa 250 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK, THW und Polizei im Einsatz waren.

Der gesamte Bereich der Explosion wurde mithilfe von Bauzäunen abgeriegelt. Das Kreisbauamt prüfte, ob die umliegenden Häuser wieder mit Strom und Gast versorgt werden können.

Die Explosion, bei der das Wohnhaus komplett zerstört wurde, hatte am Mittwoch gegen 12 Uhr die Nachbarschaft am Lerchenweg erschüttert. Auch zahlreiche Häuser im näheren Umkreis wurden beschädigt, zum Teil so stark, dass sie nicht mehr bewohnbar sind. Ein Nachbarhaus muss vermutlich abgerissen werden. Bis auf zwei Menschen, die wegen eines Schocks behandelt wurden, gab es am Donnerstag keine Hinweise auf weitere Verletzte.

Aussagen einiger Nachbarn, der 41-Jährige habe in den Tagen zuvor angekündigt, dass am 11.11. etwas passieren würde, geht die Polizei bei ihren Ermittlungen nach. Nähere Erkenntnisse dazu gab es gestern noch nicht.

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