17 junge Leute probierten gestern mit dem Freestyle Dance Club, ob sie Talent zum Tanzen haben

Ohne komplizierte Bewegungen

16 junge Mädchen und ein Junge kamen gestern Nachmittag mit den Trainerinnen Jasmin Pieper, Sabrina Steinkamp und Maria Dück beim FDC ihrem Traum vom professionellen Hip Hop-Dance ein wenig näher.

Rahden - Tanzen wie die Stars – welches Mädchen träumt nicht davon? Gestern Nachmittag hatten 17 junge Tänzerinnen und Tänzer im Alter von zehn bis zwölf Jahren Gelegenheit, diesem Traum ein wenig näher zu kommen. Im Rahmen der Rahdener Ferienspiele konnten sie ausprobieren, ob sie zum Tanzen Talent haben. Der Freestyle Dance Club (FDC) des TuSpo Rahden machte es möglich.

        Hip-Hop-Musik aus den aktuellen Charts hallte durch die alte Turnhalle der Rahdener Grundschule. Die Jugendlichen ließen sich zunächst von Maria Dück, Jasmin Pieper und Sabrina Steinkamp die wichtigsten Grundschritte zeigen, denn schon mit Basisbewegungen lässt sich einiges bewirken.

Zur Begeisterung aller mischte sich auch ein tanzfreudiger Junge unter die Dancing-Queens: Pascal hatte sich spontan zur Teilnahme an dem Workshop entschlossen. Der Zwölfjährige hatte schon zuvor einen Monat lang in der Tanzschule Hull in Lübbecke Vorerfahrung im Hip-Hop gesammelt. Ihm gefiel’s in Rahden, doch auf Dauer wegen der Entfernung eine nicht ganz glückliche Lösung.

Tap für Tap studierten die Mädchen und Pascal vor dem Spiegel erste Schritte ein, aus denen kleine Tanzfiguren wurden. Auf die fantasievollen Bezeichnungen der Bewegungen verzichteten die Trainerinnen bewusst. „Kickball-Change“ und viele weitere Fachbegriffe sind was für Fortgeschrittene“, sagte Maria Dück.

Die vorbereitete Choreographie war für die Anfänger leicht zu lernen. „Einfache Schritte und möglichst wenig komplizierte Bewegungen“, hieß das Patentrezept. Bei der einen oder anderen Drehung kamen die Jugendlichen dann doch schon mal ins Stolpern. Für einen fließenden Bewegungsablauf brauchten die Kids jede Menge Konzentration und Koordinationsvermögen. Doch wer glaubte, Motivation durch Vorbilder aus Musikvideos zu finden, der irrte gewaltig. Die Jugend von heute glaubt an sich selbst. Freundinnen hatten da schon mehr Einfluss auf die Teilnahme am Workshop, wie auch bei Marie. „Tanzen wie Justin Timberlake oder Sean Paul“, das könnte sich Pascal sehr gut vorstellen. Mit seiner Musikalität stand er den Mädchen in nichts nach.

Nach einer kleinen Pause, in der eine Runde Eis bei dem schwülwarmen Wetter für Abkühlung sorgte, ging es voller Tatendrang mit anspruchsvolleren Tanzschritten weiter. Selbst kleine Hebefiguren wie eine „Pyramide“ wurden zwischendurch geübt. Engagiert waren die Teilnehmer bei der Sache und meisterten die Herausforderung mit Bravour. Am Ende des Nachmittags hatten die Teilnehmer eine vollständige Hip Hop-Choreographie einstudiert, die sich sehen lassen konnte.

Nicht umsonst ist der Freestyle Dance Club (FDC) so erfolgreich, kommt der Trainernachwuchs doch aus den eigenen Reihen. Insgesamt sieben Trainerinnen um FDC-Leiterin Stefanie Hiller sorgen dafür, dass die Kinder und Jugendlichen mit Freude tanzen und durch Events und spritzige Choreographien persönliche Erfolgserlebnisse in der Gemeinschaft haben.

Derzeit zählt der FDC rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, doch nach den Sommerferien, wenn die Neuanmeldungen stattgefunden haben, werden es wohl knapp 100 sein. Und vielleicht wird auch Pascal zukünftig beim Freestyle Dance Club mitmischen. Er wäre dann das einzige männliche Wesen unter den jungen Mädchen. Für Pascal kein Problem, denn mit der weiblichen Konkurrenz konnte er es – zumindest gestern Nachmittag – locker aufnehmen.

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