Fast 500 große und kleine Fahrgäste nutzten Sonderfahrten der Museumseisenbahn Rahden-Uchte nach Bohnhorst

Nikolaus-Rendevous am Bahnsteig

Bescherung auf dem Bahnsteig in Bohnhorst:: Die Kindergartenkinder hatten bei der Nikolausfahrt mit der Museumseisenbahn Rahden-Uchte viel Spaß.

Rahden - RAHDEN/BOHNHORST (Art) · „Mama, sind die Schienen jetzt unter uns?“ Die Frage der kleinen Ann-Kristin war nicht die einzige, die sich am Wochenende rund um das Eisenbahnfahren drehte.

       Mehr als 30 Kindergartenkinder waren mit ihren Eltern der Einladung der Museumseisenbahn Rahden-Uchte zur jährlichen Niko-lausfahrt nach Bohnhorst gefolgt, um sich dort mit dem Mann mit dem weißen Bart und dem roten Mantel zu treffen.

Emsiges Gewusel rund um den Lokschuppen der Museumseisenbahner am Rahdener Bahnhof: Die Kindergartenkinder, die fast ausschließlich aus den Kindertageseinrichtungen Pr. Ströhen und Schulstraße kamen konnten es kaum erwarten, dass die Fahrt losgeht. Fünfmal startete die Museumseisenbahn, um die Jüngsten in Begleitung ihrer Eltern nach Bohnhorst zu fahren, wo der Nikolaus vorübergehend sein Quartier aufgeschlagen hatte. Nach der dortigen Ankunft ließ der Nikolaus nicht lange auf sich Warten. Mit einem Einachser samt Anhänger brauste er heran, selbstverständlich kleine Geschenke für die Kinder im Gepäck. Doch ein bisschen mussten die Kleinen dafür schon tun. Ob ein einzelnes Gedicht oder ein kleines Weihnachtslied in der Gruppe – erst danach gab es für die Jungen und Mädchen die Bescherung auf dem Bahnsteig.

Anschließend konnten sich die Kinder sich dort nach Herzenslust austoben, mit dem Nikolaus kuscheln oder eine Runde durch Bohnhorst auf dem Anhänger des Nikolausgefährtes drehen. Der örtliche Heimatverein sorgte mit kalten und warmen Getränken sowie Bockwürstchen und Pommes Frites dafür, dass niemand hungrig die Rückfahrt antreten musste. In den Holzhütten und Zelten sorgte Akkordeonspieler Dieter Franz aus Warmsen mit Weihnachtsliedern für besinnliche Stimmung. Einige Eltern gesellten sich gern dazu und stimmten in die weihnachtlichen Weisen ein. Nach knapp eineinhalbstündigem Aufenthalt ging es zurück gen Rahden. So manch kleiner Nikolausbesucher hatte nicht nur von der frischen Luft rote Wangen. Anzeichen von „Schlafbäckchen“ waren ein Indiz dafür, dass die Mädchen und Jungen diesen Nachmittag so richtig genüsslich ausgekostet hatten.

„Wir führen diese Aktion seit mehr als zehn Jahren durch“, sagte Wilfried Wagenfeld, der von Ewald Borcherding und Lokführer Klaus Passager am Eröffnungstage unterstütz wurde. „Das Interesse hält ungemindert an.“ Wagenfeld stand den kleinen und großen Fahrgästen auf der Hin- und Rückfahrt Rede und Antwort. „Warum hupt der Zug ständig?“ Eine Frage, auf die nicht wenige Kinder eine Antwort haben wollten. Denn das akustische Signal des Schienenfahrzeuges an jedem unbeschrankten Bahnübergang erregte bei den Jungen und Mädchen freudiges Aufsehen. Mit Erschrecken und Verständnislosigkeit konnten die Fahrgäste hier beobachten, mit welch überhöhter Geschwindigkeit viele Pkw sich solch einer Bahnüberquerung nähern, ohne sich der möglichen Risiken bewusst zu sein. „20 Stundenkilometer sind auf der Straße erlaubt, für uns sind es 50, die wir aber bei weitem nicht ausnutzen, da wir die Achtlosigkeit der Autofahrer kennen,“ so Wagenfeld weiter.

Annähernd 500 große und kleine Fahrgäste nutzten die traditionelle Nikolausaktion der Freunde der historischen Schienenfahrzeuge. Nicht nur Kindergartenkindern, sondern auch allen übrigen jungen Eisenbahnfreunden stand das Angebot offen. Der Eröffnungsfahrt folgten zwei weitere am Sonnabend und Sonntag. Am Sonnabend neben einer von Rahden auch eine von Uchte aus, damit den Kindern von dort die historische Eisenbahnfahrt zum Nikolaus ebenfalls nicht vorenthalten wurde.

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