Ehrungen und Spendensammlung für Haiti bei der Weihnachtsfeier des Kleinendorfer Sozialverbandes

Nicht nur das eigene Wohl im Blick

Blickten über den Tellerrand bis nach Haiti: Der Vorstand des Kleinendorfer Sozialverbandes mit den Geehrten (stehend v.l.): Ehrenvorsitzender Bruno Schiffner, Christiane Schäfer (zweite Vorsitzende), Irmgard Engel, Heinz Schlieter, Ursula Anders, Ortsvorsteherin Ulla Thielemann, Angelika Kropp, Eleonore Ilgmann, sowie Martin und Heide Brinkmann (Vorsitzende). Vorne sitzen (v.l.) Sophie Brockschmidt, Marie Salge und Karoline Lohmeier.

Rahden - KLEINENDORF (kap) · „Immer ein Lichtlein mehr im Kranz, den wir gewunden, dass er leuchtet so sehr, durch die dunklen Stunden.“ Die weihnachtliche Feierstunde des Sozialverbandes Kleinendorf am Dienstag im Gasthaus „Am Museumshof“ kann der Poet Matthias Claudius in der ersten Strophe seines Gedichtes „Lied im Advent“ nicht gemeint haben, denn die war alles andere als dunkel. Hell leuchteten die Kerzen, und strahlend waren die Gesichter der Geehrten.

Den lyrischen Erguss des Dichters hatte Heide Brinkmann, Vorsitzende des Kleinendorfer Ortsverbandes im Sozialverband Deutschland, den rund 60 Mitgliedern des Sozialverbandes zur Begrüßung vorgetragen. „Allen ein herzliches Willkommen zu diesem Nachmittag, dem letzten gemeinsamen in diesem Jahr“, grüßte die Vorsitzende die Frauen und Männer.

Gesondert hieß sie Ortsvorsteherin Ulla Thielemann willkommen und kündigte die Musiker an, die den Nachmittag in einen passenden Rahmen kleiden sollten. Urte Dankmann und ihre Flötenkinder sowie Helmut Kottenbrink und Erich Wischmann mit ihren Handharmonikas hatten sich angekündigt. Auch Pfarrer Stefan hatte sein Kommen zugesagt.

Bevor sich die Mitglieder beim Abendessen Entenbrust und Rotkohl schmecken ließen, kündigte Brinkmann an, dass 13 Personen der insgesamt 180 Mitglieder auf der Ehrungsliste stünden. Dazu passte die zweite Strophe des Claudius Gedichtes. „Zwei und drei und dann vier! Rund um den Kranz welch ein Schimmer, und so leuchten auch wir, und so leuchtet das Zimmer“. Acht Frauen und Männer halten dem Sozialverband seit zehn Jahren die Treue, ihre Ehrennadeln strahlten am Dienstag im Saal um die Wette. Es sind die Rahdener Ursula Anders, Irmgard Engel, Eleonore Ilgmann, Angelika Kropp, Elisabeth Meier, Wolfgang Meier sowie Heinz und Ingrid Schlieter. Seit 25 Jahren sind Heide Brinkmann und ihr Gatte Martin Mitglied im Sozialverband. Sie wurden zuvor schon für 20 Jahre Vorstandsarbeit geehrt. Einen Blumenstrauß erhielten die drei ältesten Teilnehmerinnen der Weihnachtsfeier. Es waren Sophie Brockschmidt, Marie Salge und Karoline Lohmeier.

Doch der Vorstand hatte nicht nur das Wohlergehen der Mitglieder aus der Auestadt im Blick. Nach den Ehrungen zog Heide Brinkmann ein Sparschwein hervor. „Weil es uns – trotz des ganzen Stöhnens  – doch noch so gut geht, wir nicht dursten, hungern und frieren müssen, möchte ich dazu aufrufen, eine Spende für Haiti zu geben“, erklärte die Vorsitzende. Durch die ausgebrochene Cholera sei die Not dort noch schlimmer geworden, besonders für die Straßenkinder in der Hauptstadt. „Eine Kölner Ärztin kümmert sich in Haiti, und da sollen die Spenden direkt hingehen. Die kleine Organisation heißt ‚Lespwa: Hoffnung für Kinder in Not‘ “, sagte Brinkmann und reichte das Sparschwein herum.

Eingestimmt auf das Fest der Liebe sangen die Feiernden ein paar Weihnachtslieder. Abschließend passte auch die dritte Strophe vom „Lied im Advent“: „Und so leuchtet die Welt langsam der Weihnacht entgegen. Und der in Händen sie hält, weiß um den Segen!“

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