Ensemble „Musical Moments“ begeistert erneut in der Weher Mühlenscheune

Neues und Bekanntes

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Stilvoll, charmant und witzig: Mit „Ascot Gavotte“aus der Show „My fair Lady“ bediente das Ensemble das klassische Musical-Genre auf originelle Weise. ·

Wehe - Von Anja Schubert - „Stillstand ist Rückschritt.“ Mit diesem Motto scheint das Ensemble „Musical Moments“ zu liebäugeln.

Die Sängerinnen um Conferencier Karsten Kellner hatten bei der Neuauflage ihrer Musicalshow in der Weher Mühlenscheune jedenfalls viele neue bekannte und weniger bekannte Melodien aus den Musicals, die die großen Theaterhäuser der Welt erstrahlen lassen, im Gepäck. Nach der Premiere im Herbst 2011 freuten sich Akteure und die Mühlengruppe erneut über ein volles Haus.

Musical Moments Konzert in Wehe

Lasziv, verrucht oder revolutionär. Mit Songs aus „Cabaret“, „Jekyll and Hyde“ und „Chicago“, vornehm elegant wie bei „My Fair Lady“ oder einfach spritzig und fröhlich mit Auszügen aus „Ich war noch niemals in New York“, „Mamma mia“, „Sing, Sing, Sing“ und „Grease“ eroberten Doris Lange, Stefanie Tekampe, Nadine Franz, Tanja Meier und Lara Schmidt die Herzen der Zuhörer. Auch bei Soli und Duetten wie „Elisabeths“ „Ich gehör nur mir“, dem Tanz mit dem Tod („Wenn ich tanzen will“) und „Dir gehört mein Herz“ aus Tarzan bekamen die Zuschauer darstellerisch einiges geboten.

Unterstützendes Hightech-Equipment musste in der Mühlenscheune vergeblich gesucht werden, denn die Stimmen der „Stars“ sprachen für sich. Und Karsten Kellner als ruhender Pool mit ostwestfälischem Charme der „Hahn im Korb“, der mit Singen so gar nichts am Hut hat, bewies, dass er als Conferencier seine Bestimmung im Ensemble gefunden hat. Mit kurzweiligen Hintergrundinformationen zu den Musicals und zur Geschichte des Ensembles wusste er die Showacts gekonnt zu garnieren.

Auch in der Pause brauchten die Gäste auf Annehmlichkeiten nicht zu verzichten. Im Müllerhaus hielt der Mühlenverein herzhafte Häppchen bereit, zu denen das ein oder andere Gläschen Bier oder Wein mundete. „Solch eine Veranstaltung in einen kleinen Ort geboten zu bekommen, ist toll“, sagten Silvia und Dirk Hartlage, die die Show das erste Mal erlebten. Tochter Lea-Marie (10), die zu den zahlreichen jüngeren Gästen gehörte, war von dem Mix aus Gesang und Schauspiel ebenfalls begeistert.

„Keine unserer Shows ist wie die andere“, machte es das Ensemble den Zuschauern schmackhaft, sich den Hauch von Broadway auch einmal in anderen Mühlen des Mühlenkreises um die Nase wehen zu lassen.

Erst nach zwei Zugaben entließ das Publikum die Darsteller, die sich mit einem Handschlag am Ausgang verabschiedeten. Ein „Hoffentlich bis zum nächsten Jahr“ mancher Gäste, die selbst Wege von Börninghausen und aus dem Nienburgischen nicht gescheut hatten, bewies, dass das Konzept „Musical meets Mühlen“ seine Liebhaber gefunden hat.

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