Ausschuss empfiehlt Planänderung

Neuer Verein plant Betsaal-Bau in Varl

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Artur Pfeif stellte den Verein Freie Evangelische Gemeinde Rahden und sein Vorhaben in Varl vor. ·

Rahden - RAHDEN/VARL · Der Rahdener Bauausschuss empfiehlt dem Rat bei einer Enthaltung, einer Änderung des Bebauungsplanes 38. „Ortskern Varl“ zuzustimmen.

Damit ebnet das Gremium dem jungen Verein Freie Evangelische Gemeinde Rahden ein Stück weit den planungsrechtlichen Weg. Dieser möchte das Gebäude der ehemaligen Gaststätte Hanau/Helms im Herzen Varls abreißen, um dort einen großen Betsaal samt Nebengebäude und Parkplätzen zu errichten.

Bislang war man bei der Stadt davon ausgegangen, dass es sich bei der Antragstellerin um die evangelisch-freikirchliche Brüdergemeinde Rahden handelt. Laut Bauamtsleiter Dieter Drunagel habe diese vor 15 Jahren in Kleinendorf ein Gebäude umgebaut und suche nun aus Platzgründen einen zweiten Standort. Für den südlichen Teil der Varler Grundstücksfläche sei bislang im Bebauungsplan keine Bestimmung festgelegt worden, sagte Drunagel, weshalb die Planänderung für das Bauvorhaben nötig werde. An dieser Stelle sollten Parkplätze entstehen, die auch für die Sportplätze genutzt werden könnten. Der Kreis habe signalisiert, dass ein beschleunigtes Verfahren möglich sei. Nach den entsprechenden Beschlüssen wolle die Stadt mit der „Brüdergemeinde“ einen städtebaulichen Vertrag abschließen, so Drunagel.

Richtig stellte die Lage gestern Artur Pfeif aus Espelkamp, Vorsitzender des in diesem Jahr gegründeten Vereins Freie Evangelische Gemeinde Rahden. Antragssteller sei der Verein, dem aktuell 48 Mitglieder angehörten. Dieser sei rechtlich eigenständig von der Brüdergemeinde zu sehen und verfolge grundsätzlich nur gemeinnützige Zwecke.

Hauptversammlungsort der Gruppe sei bislang der Rahdener Bahnhof, wo man sonntags Gottesdienste mit 60 bis 70 Personen feiere. Auch Bibel- und Gebetsstunden organisiere der Verein, so Pfeif. Weiterhin gestalte er Aktivitäten für Kinder und Jugendliche, engagiere sich in der Erwachsenen- und Seniorenarbeit und organisiere Freizeiten und Feste. Bei der evangelisch-freikirchlichen Brüdergemeinde Rahden handle es sich um die „Muttergemeinde“ des neuen Zusammenschlusses, mit der man in engem Kontakt stehe, so der junge Vorsitzende.

„Wir wollen uns in Varl nicht isolieren, sondern den Kontakt zu unseren Mitmenschen suchen“, erklärte der Espelkamper. Es solle nicht der Anschein entstehen, als wolle man auf „Biegen und Brechen“ nach Varl.

Artur Pfeif: „Wir wollen nichts erzwingen.“ Wenn man in Varl „gewollt“ werde, sei man glücklich darüber. Finanzieren könne der Verein das Bauvorhaben. Abgeschlossen sollen die Bauarbeiten laut dem Vorsitzenden in zwei Jahren sein, beginnen wolle man 2013 (Bericht folgt). · kap

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