Monika Büntemeyer Kul-Tür-Vorsitzende

Neue Chefin für Aufgabe gewappnet

Ruheständler im Glück: Detthard Wittler mit Ehefrau Toni (rechts), die ihren Mann mehr als zwei Jahrzehnte bei seinem Engagement unterstützte. Monika Büntemeyer wird als neue Vorsitzende sein Werk, gespickt mit neuen Ideen, fortführen.

Rahden - Von Anja Schubert· Vielfach durfte Detthard Wittler in den vergangenen Wochen schon Hände schütteln sowie bewegende Dankesworte und gute Wünsche für den neuen Lebensabschnitt als Ruheständler in Empfang nehmen.

        Am Montag stand der auf eigenen Wunsch scheidende Vorsitzende und Begründer der Rahdener „Kul-Tür“ bei der Jahreshauptversammlung des Rahdener Kulturvereins in den „Altstadtstuben“ noch einmal im Mittelpunkt des Geschehens, bevor er Monika Büntemeyer nach einstimmiger Wahl als frisch gebackene neue Frontfrau beglückwünschen konnte.

Mit der 50-jährigen Monika Büntemeyer weiß Wittler den Posten, der ihn seit Gründung des Vereins im Jahre 1989 nicht mehr losgelassen hatte, in guten Händen.

Die Worte des Dankes fielen auch am Montagabend zahlreich, ernst gemeint und mit großer Wertschätzung seiner Person und seines Wirkens aus. Entgegen aller bisherigen Versammlungen, bei denen unter dem Tagesordnungspunkt „sonstige Anträge“ nie welche gestellt wurden, lag am Montagabend einer auf dem Tisch: Der Wunsch des Vorstandes und der Mitglieder, dem Vater und Ideengeber der seit fast 22 Jahren währenden Kulturbewegung, der die Rahdener Kulturwelt maßgeblich verändert und geprägt hat, den Ehrenvorsitz auszusprechen.

Einen Präsentkorb gab es zum Abschied als nettes „Beiwerk“ dazu.

Auch Bürgermeister Bernd Hachmann dankte Wittler für das, was er in Rahden und über die Grenzen der Auestadt hinaus bewirkt habe. Als kleine Geste zum Abschied überreichte er einen Buchgutschein.

Wittler selbst machte keinen Hehl daraus, dass diese Form der Kulturarbeit ohne das engagierte Team, das all die Jahre hinter ihm gestanden habe, nicht möglich gewesen wäre. „Auch die eigene Familie muss dahinter stehen“, betonte er, verbunden mit einem liebevollen Dank an Ehefrau Toni.

Ob ihre Familie dahinter steht, darüber braucht sich Monika Büntemeyer als neue Frontfrau keine Gedanken zu machen, denn diese hat das bereits bewiesen. Ein halbes Jahr hatte die neue Vorsitzende, die kurzfristig aufgrund einer Erkrankung Wittlers die Geschäfte übernahm, Zeit, sich an diesen „Job“ zu gewöhnen.

„Vor ein paar Jahren waren mir diese Schuhe noch eine Nummer zu groß“, gibt die 50-jährige unumwunden zu, die bereits vor einigen Jahren von Wittler als seine Nachfolgerin ins Auge gefasst wurde. „Doch als ich das Ruder in die Hand nehmen und das Kul-Tür-Schiff auf Kurs halten musste, hab ich gemerkt, was für ein tolles Team hinter mir steht.“ „Gemeinsam habt ihr gut gerudert und werdet das auch weiterhin schaffen“, weiß Wittler ‚sein Kind’, dass nun in die Volljährigkeit entlassen ist, in guten Händen.

Bereits vor drei Jahren übernahm Monika Büntemeyer, die Kul-Tür als begeisterte Besucherin zahlreicher Veranstaltungen kennen lernte, den Vize-Vorsitz. Mit Detthard Wittler verbindet die Mutter von vier Kindern die jahrzehntelange Tätigkeit in der Erwachsenenbildung. Seit mehreren Jahren organisiert die neue Vorsitzende, die sich seit 20 Jahren in der Auestadt zu Hause fühlt, die Leseförderung im Vor- und Grundschulbereich für die Firma Kolbus und engagiert sich als Lesepatin im Präventionsrat der Stadt Rahden. Ihren Ämtern als stellvertretende Vorsitzende im Förderverein des Musikschulverbandes Espelkamp- Rahden-Stemwede sowie als Mitglied im Vorstand des Literarischen Vereins Minden wird Büntemeyer auch weiterhin treu bleiben.

Musikalität ist der neuen Vorsitzenden, die in Braunschweig und Großbritannien ein Studium der Germanistik und Anglistik absolviert hat, quasi in die Wiege gelegt, der Tanz bis heute ihre liebste Kunstform geblieben, dem sie selbst aktiv nachgeht.

„Vielleicht können wir dem Tanz im ausgewogenen Programm von Kul-Tür ein kleines bisschen mehr Platz geben“, hofft Monika Büntemeyer und betont gleichzeitig: „Auch wenn das Kind ‚Kul-Tür’ nun volljährig ist, sollte man es nicht alleine lassen. Wir werden das Bewährte, gespickt mit einigen neuen Ideen, fortsetzen.“

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