Ortsheimatpfleger Friedrich Sander stellt Ergebnisse der Vogelartenkontrolle vor

Die Nachtigall ist wieder aufgetaucht

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Friedrich Sander erhielt für seinen vogelkundlich Vortrag viel Beifall. ·

Pr. Ströhen - Im Bereich der Ortschaft Pr. Ströhen gibt es 92 verschiedene Vogelarten. Unter ihnen sind knapp ein halbes Dutzend Zugvogelarten, die vorübergehend ihr Quartier Nordpunkt-Dorf beziehen. Das ist das Ergebnis einer Artenkontrolle, die der Heimatverein Pr. Ströhen unter dem Motto „Betrachtung unserer Vogelwelt in 2012“ initiiert hatte.

24 Vogelkundler aus allen Teilen der Ortschaft beteiligten sich daran und reichten die vom Heimatverein ausgegebenen Artenlisten ausgefüllt an den Ortsheimatpfleger Friedrich Sander zurück. Dieser referierte am Dienstag im Rahmen eines vogelkundlichen Abends im Gasthaus Buschendorf über den Erfolg der Aktion. Die abschließende Meinung der mehr als 30 Teilnehmer: Die Umfrage soll in Abständen von ein zwei oder mehr Jahren wiederholt werden, um einen möglichst lückenlosen Überblick über die weitere Entwicklung der Vogelwelt zu erhalten.

Wie Friedrich Sander zu Beginn seines zweistündigen Lichtbildervortrages mitteilte, wurden für die Artenkontrolle, die nicht mit einer Zählung verbunden war, umfangreiche Vorbereitungen getroffen. Zusammen mit Heinz Meier und weiteren Helfern habe man unter anderem die Namenslisten für die Vogelarten erstellt und diese in verschiedene Gruppen nach Sing-, Nutz- und Raubvogelarten, Wassergeflügel, Hühner und Tauben aufgeteilt.

Um eine genauere örtlichen Bezeichnung zu ermöglichen, wo die Arten gesichtet worden waren, wurde das Gebiet rastermäßig in 27 Bezirke, vorwiegend den Ortsteilen von der Tielge bis zum Heuerort, oder katastermäßigen Eintragungen entsprechend aufgeteilt. Im Vorstand des Heimatvereins freue man sich über die gute Beteiligung an der Umfrage, die mancherlei Überraschungen gebracht habe.

Arten, die man verloren glaubte, wie die Nachtigall, seien wieder aufgetaucht, so Sander. Andere Arten dagegen, wie Amsel, Drossel, Meise, Buchfink und andere wären im gesamten Gemeindegebiet zu Hause. Auch der Specht komme in allen in Pr. Ströhen Arten vor. Der Ortsheimatpfleger bedankte sich bei allen Helfern für ihre Mitarbeit.

Die Besucher des Info-Abends zeigten sich beeindruckt von der Sorgfältigkeit, mit der Sander seinen Vortrag vorbereitet hatte, wobei zu den Daten der einzelnen gesichteten Vogelarten auch deren Abbildungen und Ruflaute präsentiert wurden. Sie erlebten zwei Stunden ornithologischen Unterrichts, wie sie interessanter kaum hätten gestaltet sein können.

Diese Auffassung vertrat auch der Heimatvereinsvorsitzender Bernhard Wietelmann, als er sich gegen Ende der Veranstaltung bei den Umfrage-Beteiligten bedankte, vor allen Dingen bei denen, die in den Ortsteilen mit wachen Augen und Ohren die Vogelwelt wahrgenommen und die einzelnen Arten aufgezeichnet hätten.

Schon jetzt luden Sander und Wietelmann zu einer Frühwanderung ein, die als vogelkundliche Exkursion im Frühjahr angeboten werden soll. Der Verein wird dazu rechtzeitig einladen. · on

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