Erneut Hunderte von Besuchern in Oppenwehe / Mercedes 250 SE ausgestellt

Mühlentag mit Flohmarkt und vielen Informationen

Jann (rechts) und Dominik gehörten beim Mühlentag in Oppenwehe zu den Anbiertern des angegliederten Flohmarktes für Kinder. Fotos (3): Scheland

Oppenwehe - (ges) · Die Oppenweher Mühlengruppe hat ganz offensichtlich einen guten Draht „nach oben“: Immer dann, wenn sich beim Mühlentag an der Bockwindmühle Hunderte von Menschen tummeln, die „Mühlenmusikanten“ fröhliche Lieder intonieren und auch sonst auf dem weitläufigen Gelände allerhand geboten wird, dann herrschen ideale äußere Bedingungen. Am Sonntag fehlte lediglich der nötige Wind, um die Flügel zum Rotieren zu bringen.

         Gegenüber der Gluthitze an den Tagen zuvor hatte es sich am Veranstaltungstag ein wenig abgekühlt, so dass es die Besucher im Schatten des Baumbestandes ebenso gut aushalten konnten wie die Mühlenmusikanten, die sich in der Remise vor den Sonnenstrahlen schützten. „Es grenzt schon fast an ein Phänomen, dass die Besucher teilweise ihre eigenen Hocker mitbringen und den ganzen Nachmittag bleiben“, staunte Vorsitzender Karl-Heinz Bollmeier, „das kenne ich von Aktionstagen an anderen Mühlen eigentlich nicht“.

In Oppenwehe ist das aber nun mal so. Es gibt dort viele Stammbesucher, die sich immer wieder freuen, wenn sie sich einmal monatlich beim Mühlentag treffen und zum geselligen Klönschnack zusammensetzen können. „Dabei muss die Zeit dann wohl wie im Fluge vergehen“, vermutet Bollmeier, „ruckzuck ist es dann Abend“.

Bei einem Blick auf den Parkplatz stellte der Vorsitzende der 1987 gegründeten Mühlengruppe fest, „dass die Besucher heute aus dem Osnabrücker Land, aus Herford und Bielefeld, aus dem gesamten Mühlenkreis und natürlich aus dem angrenzenden Landkreis Diepholz kommen“. Zudem seien wieder viele Radlergruppen aus der Nachbargemeinde Wagenfeld da, freute sich Bollmeier. „Die ersten Gäste habe ich schon begrüßt, bevor es überhaupt losging.“

Zu den Besuchern zählte auch Johannes Helms, der vor den Toren Bremens wohnt und die Oppenweher Bockwindmühle vor gut einem Jahr in Miniaturausgabe nachgebaut hat.

Verbunden war der jüngste Mühlentag mit einem Flohmarkt für Kinder. Sieben Anbieter hatten am frühen Nachmittag ihre Verkaufstische an schattigen Plätzen aufgebaut und darauf gut sichtbar eine große Auswahl an Spielzeug aller Art, Plüschtieren und CD´s, Gesellschaftsspielen, Modellautos aller Größen und Büchern ausgebreitet. „Ich habe schon einiges verkauft“, freute sich Jann. „Ich auch“, ergänzte Dominik, „das meiste Geld habe ich aber gleich wieder reinvestiert und mir selbst etwas gekauft, was ich gebrauchen konnte“.

Die Mütter und Väter, die die Kinder an ihren Ständen betreuten, sprachen von einem florierenden Handel. Dass die Beteiligung diesmal nicht so groß war wie beim ersten Flohmarkt im vergangenen Jahr, führten sie auf die hochsommerlichen Temperaturen und auf die Ferienzeit zurück. „Und im vergangenen Jahr hat hier zeitgleich mit dem Flohmarkt ein Kinderfest stattgefunden“, begründete eine Mutter den Rückgang der Anbieter.

Anerkennende Blicke der Besucher zog ein blank gewienerter blauer Mercedes 250 SE Cabrio aus dem Jahre 1964 auf sich, den der Oppenweher Oldtimer-Liebhaber Wolfgang Schimmeck am Fuße der Bockwindmühle „geparkt“ hatte. Schimmeck stellt das mit sechs Zylindern in Reihe, 2 475 ccm und 150 PS ausgestattete Schätzchen für Oldtimer-Fahrten zur Verfügung.

Viele Fragen musste im Laufe des Nachmittags der Hobbyimker Wilhelm Schlottmann beantworten, der mit einem Informations- und Verkaufsstand vertreten war. Bereitwillig gab er darüber Auskunft, dass er zehn Bienenvölker besitzt und jedes Jahr mit den typischen Bienenkrankheiten zu kämpfen hat. An altem Arbeitswerkzeug hatte er u.a. einen Spaten, eine Pfeife sowie als reines Schauobjekt einen mit Waben gefüllten Bienenkorb mitgebracht. Interessierte Käufer seiner Honigprodukte konnten zwischen den Geschmacksrichtigen Sommerblüte, Raps sowie Linde und Klee wählen.

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