Grundkurs Literatur zeigt Videofilm „Sturz von Wolke 7“ / Drama mit viel Liebe, Eifersucht und Lokalkolorit

Moderner „Othello“ im Rahdener Gymnasium

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Der Grundkurs Literatur um Lehrerin Katja Steiger (Mitte) präsentierte am Mittwoch den Film „Sturz von Wolke 7“. Die Q1-Stufe des Rahdener Gymnasiums hat darin Shakespeares „Othello“ in die Gegenwart versetzt. ·

Rahden - „Wer keinen Halt mehr hat, der fällt. Kann ein Mensch ohne Hoffnung und Liebe leben?“ Mit diesen Worten aus einer Schwarz-Weiß-Szene beginnt der Film „Sturz von Wolke 7“, eine Eigenproduktion Rahdener Gymnasiasten.

Darin spielen Gefühle wie Vertrauen, Liebe und Eifersucht eine große Rolle. Unter der Leitung von Deutschlehrerin Katja Steiger haben 20 Jugendliche das Filmprojekt innerhalb eines Schuljahres auf die Beine gestellt. Am Mittwoch präsentierten sie das halbstündige Werk.

Wie Shakespeares Tragödie „Othello“ in der heutigen Zeit aussehen könnte, hatten sich die Schüler des Grundkurses Literatur (Q1) überlegt und dazu ein modernes Drama mit ähnlichem Handlungsstrang wie in dem Klassiker geschrieben. „Sturz von Wolke 7“ ist die Geschichte von Ole, die im Rahdener Gymnasium spielt und einen tragischen Verlauf nimmt.

Ole, gespielt von Sinan Efe, ist neu in der Stadt und wird in eine Clique aufgenommen. Die Freunde verbringen viel Zeit miteinander und aus Mitschülerin Mona (Julia Crammann) und Ole wird ein Liebespaar. Jedoch herrscht nicht nur eitel Sonnenschein, denn Jake (Veli Huscu) ist eifersüchtig.

Mona wird in sozialen Netzwerken beschimpft, und durch eine fiese Intrige glaubt Ole, dass seine Freundin ihn betrügt. Das Drama gipfelt in einem Balkonsturz, bei dem Mona ums Leben kommt. „Meine Eifersucht hat unser Vertrauen zerstört“, so Oles Einsicht in einer abschließenden Selbstreflexion, bevor er zur Waffe greift und sich das Leben nimmt.

Der Film, dessen Dialoge aufgrund der Akustik in der Aula nicht immer gut zu verstehen waren, überzeugte dennoch durch starke Charaktere, einen konsequenten Handlungsverlauf und reichlich Lokalkolorit. Insbesondere für Freunde und Bekannte der Jungschauspieler wirkten einige Szenen besonderes amüsant, da sie die Menschen hinter den Rollen kennen. Das erschloss sich jedoch nicht allen Zuschauern. „Ihr habt euch einen sehr originellen Plot ausgedacht“, lobte Schulleiterin Ingrid von Mitzlaff.

Im Februar hatte der Grundkurs mit dem Schwerpunkt Film mit den Dreharbeiten begonnen. Viel Arbeit bedeutete das nicht nur für die Darsteller vor, sondern auch für die Teams hinter der Kamera: Organisation, Kameraführung, Requisite und Schnitt mussten koordiniert werden. „Jeder konnte seinen Neigungen nachgehen“, betont Lehrerin Katja Steiger.

So ist das Filmprojekt zum Erfolg geworden. Am Mittwoch konnte das Drama, das neben einem Vorstellungsvideo und den Drehpannen gezeigt wurde, auch auf DVD erworben werden. · abo

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