Erweiterung der Mensa im Life House in Wehdem war dringend notwendig / Heute offizielle Einweihung

Mittags gehen 150 Essen über den Tresen

Bis zu 150 Mittagessen gehen von montags bis donnerstags in der Life House-Mensa in Wehdem für Schülerinnen und Schüler der Stemwederberg-Schule über den Verkaufstresen. Heute wird der Erweiterungsbau offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Wehdem - (ges) · Die Szene wiederholt sich täglich: Bis zu 150 hungrige Kinder stürmen aus ihren Klassen in der Stemwederberg-Verbundschule in die Life House-Mensa und verlangen lautstark ihr Essen, das sie in einer der vorangegangenen Pausen geordert haben. Ulrike Lindemann und eine Servicekraft haben alle Hände voll zu tun, um den Wünschen der Schülerinnen und Schüler nachzukommen. Nach einer halben Stunde ist der Spuk vorbei, in der Mensa wird es wieder ruhiger.

        Bis vor einem halben Jahr spielte sich die Essensausgabe räumlich noch sehr beengt ab. Seit dem Frühjahr nutzen die ehrenamtliche Mensa-Chefin Ulrike Lindemann, drei Küchenhilfen und eine Thekenkraft auf 400-Euro-Basis, zwei Mitarbeiterinnen, die im Life House ihr Freiwilliges Soziales Jahr im Bereich Kultur leisten, und eine Praktikantin die durch die Life House-Erweiterung erhebliche vergrößerte und modernisierte Küche.

Heute Nachmittag wird die bisher geduldete Nutzung der neuen Räume offiziell: Im Beisein von mehr als hundert Gästen wird der großzügige Erweiterungsbau eingeweiht – ab 16 Uhr mit einem Festakt, ab 19 Uhr mit irischer Musik der Gruppe „Mounthomers“.

Schon seit Jahren bietet das Life House den Schülerinnen und Schülern der Stemwederberg-Verbundschule, die aus dem Zusammenschluss der ehemals selbstständigen Hauptschule und Realschule Stemwede entstanden ist, von montags bis donnerstags eine gesicherte Betreuung bis 15.30 Uhr an. Dazu zählt auch das Mittagessen.

Gerade im Verpflegungsbereich hat es im Laufe der Jahre große Veränderungen gegeben. „Vor acht Jahren verlangten Kinder höchsten mal Pommes oder eine Pizza“, erinnert sich Ulrike Lindemann, „heute gehen täglich bis zu 150 Essen über den Tresen.“ Und das ist noch nicht alles: „In den längeren Schulpausen werden zusätzlich belegte Brötchen, Muffins oder Minipizzen verlangt, täglich etwa 200 Teile. Dazu verkaufen wir jeden Tag, auch freitags, annähernd 100 Schulmilch- oder Kakao-Portionen.“

Mit der Zunahme der Mittagskunden wurden die bisherigen Arbeitsbereiche schnell zu eng. „Die jetzt abgeschlossene Erweiterung war dringend erforderlich“, betont Ulrike Lindemann und freut sich mit ihrem Team, dass die Wünsche des Vereins für Jugend, Freizeit und Kultur in Stemwede erfüllt worden sind. Möglich wurde das durch Landeszuschüsse in Höhe von 50 Prozent der Baukosten – für jede der damals noch selbstständigen Schulen 100 000 Euro. Die andere Hälfte der Gesamtkosten in Höhe von knapp 400 000 Euro trägt die Gemeinde Stemwede. Schon vor der Grundsteinlegung wurde die heutige Kooperation von Gemeinde, Schule und JFK schriftlich manifestiert.

Es waren zwar Klimmzüge nötig, um im Kostenrahmen zu bleiben, doch das Ziel wurde erreicht. „Wir haben an allen Ecken und Enden nach Einsparungen gesucht und in der Endphase der Bauarbeiten selbst kräftig mit Hand angelegt. Zu den Eigenleistungen zählten u.a. Malerarbeiten, das Nähen von Gardinen sowie das Hochnehmen und die Neuverlegen der Pflasterung im Außenbereich. „Zudem haben wir uns bemüht, große Teile des alten Inventars weiterzunutzen“, teilt Ulrike Lindemann mit. Erschwert worden seien die finanziellen Planungen zum Schluss auch deswegen, weil aufgrund verschärfter Auflagen für den Altbau umfangreiche technische Nachrüstungen erforderlich gewesen seien. „Viele freiwillige Helfer haben letztendlich dazu beigetragen, dass neben den Notwendigkeiten auch unsere Wünsche fast alle erfüllt werden konnten.“

Für die Fünft- bis Zehntklässler der Stemwederberg-Schule ist die Life House-Erweiterung ebenso ein Segen wie für Ulrike Lindemann und ihr Team. Sie sieht in der Investition eine Bestätigung ihrer bisherigen ehrenamtlichen Arbeit und gleichzeitig einen guten Grund, die engagierte ehrenamtliche Arbeit fortzuführen. Sich weiterhin um den Einkauf und die Buchführung zu kümmern, Bestellungen aufzunehmen und immer dort mit anzufassen, wo Not am Mann ist.

An der „a la Carte“-Auswahl für die Schülerinnen und Schüler möchte sie nichts ändern. Sie sollen auch künftig aus der umfangreichen Speisenkarte mit über 30 leckeren Gerichten auswählen und in einer der großen Schulpausen für die warme Mahlzeit am Mittag Pizzen nach Wahl, überbackene Nudeln, Pommes, Chicken Nuggets, Rollos, Baguette-Brötchen Wedges oder vitaminreiche Salatteller bestellen können. „Alles wird täglich frisch in unserer neuen Küche zubereitet“, betont die Mensa-Chefin. Klappen könne das aber nur, wenn die vorbereitenden Arbeiten gut aufeinander abgestimmt seien und jeder ausreichnd Platz habe.

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