Vorträge über Obstbaumschnitt und Rosen in Kleinendorf / Demonstrationen am Objekt

„Mit Kopf in der Krone sieht man nicht alles“

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Den richtigen Einsatz der Säge am Obstbaum zeigte Hubert Mersch (r.) den Teilnehmern seines Kurses im Garten der Familie Schlottmann. ·

Rahden - KLEINENDORF · „Ich werde keine Obstbaumexperten aus ihnen machen, aber die allgemeinen Grundbegriffe vermitteln“, stimmte Hubert Mersch, Geschäftsführer des Landesverbandes der Gartenbauvereine NRW, die Teilnehmer seines Obstbaumschnittkurses ein. Für diesen hatten Monika und Horst Schlottmann aus Kleinendorf am Donnerstag nachmittag ihren Garten zu Demonstrationszwecken zur Verfügung gestellt.

Auf Einladung der Kleinendorfer Heimatfreunde kam der Gartenbautechniker, um Interessierte in die Geheimnisse des richtigen Obstbaumschnittes einzuführen. An den kleinen Kernobstbäumen der Familie Schlottmann, die vor drei Jahren gepflanzt wurden, erklärte Mersch den fachgerechten Schnitt an Boskop, Goldparmäne und anderen Apfelsorten.

„Die Maßnahmen sind wichtig für die Formgebung, aber auch für die Gesunderhaltung der Pflanzen“, erklärte er. Egal ob Winter- oder Sommerschnitt, man wolle mit dem Bearbeiten der Bäume die Fruchtmenge und -qualität beeinflussen, erläuterte der Experte. Letztere stehe dabei aber stets im Vordergrund.

Bevor der Schnittfachmann dem Geäst zu Leibe rückte, erläuterte er auch sein Werkzeug, bestehend aus einer Bypassschere und einer Säge. Denn, so Merschs Meinung: „Ohne vernünftiges Werkzeug, braucht man nicht anzufangen.“

Im Garten der Familie Schlottmann zeigte sich Hubert Mersch dann in seinem Element und beschnitt einen Baum nach dem anderen. Allerdings ließ er die Teilnehmer – die trotz einsetzenden Regens den Ausführungen des Gartenbautechnikers folgten – auch selbst über die richtige Verwendung von Säge und Schere entscheiden. Abgetrennt wurde nur, was der Fachmann genehmigte.

„Indem wir hier im Garten stehen, nehme ich Hemmschwellen“, so Mersch über seinen Kursus. Eine reine Präsentation im Warmen sei zur Vermittlung dieser Grundlagen nicht sinnvoll, so der Experte weiter. Die Gartenfreunde nahmen einige wertvolle Hinweise aus dem Vortrag mit nach Hause und wissen nun: „Mit dem Kopf in der Krone sieht man nicht alles.“ Daher solle eine weitere Person immer aus Distanz den Wuchs des Baumes beurteilen.

Während sich am Nachmittag noch alles um Obstbäume drehte, zeigte der Gartenexperte am Abend im Clubraum der Gaststätte Am Museumshof einen Diavortrag zum Thema „Kreatives mit Rosen – Sorten, Pflege, Schnitt und Verwendung“. Dabei erhielten die Zuhörer Hinweise auf fachgerechte Pflanzung der edlen Blumen. Außerdem wurden Boden- und Pflegemaßnahmen sowie spezielle Verwendungsmöglichkeiten von Rosen aufgezeigt. · abo

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