Neues Sozialpädiatrische Zentrum in Minden

Wenn der Kinderarzt Hilfe braucht

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Suchen anlässlich des Eröffnungssymposiums des Sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ) im Johannes Wesling Klinikum Minden den fachlichen Austausch: (v. l.) Prof. Dr. Bernhard Erdlenbruch (Chefarzt der Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin), Psychologe Dieter Irblich (Sozialpädiatrisches Zentrum der Kreuznacher Diakonie), Dr. Rainer Böhm (Leitender Arzt im Sozialpädiatrischen Zentrum Bielefeld-Bethel), Cora Halder (Ehemalige Leiterin des Deutschen Down-Syndrom-Infocenters), Prof. Dr. Bernd Wilken (Direktor Klinik für Neuropädiatrie im Klinikum Kassel), Prof. Dr. Knut Brockmann (Universitätsmedizin Göttingen) und Armin Pampel (Leiter des SPZ).

Minden - Sichtbar stolz begrüßte Armin Pampel seine ärztlichen Kollegen, Pädagogen und Erzieher und Therapeuten zum Eröffnungssymposium des von ihm geleiteten Sozialpädiatrischen Zentrums im Johannes Weslink Klinikum Minden, kurz SPZ.

Der Name ist sperrig und verrät dem Laien laut einer Pressemitteilung der Mühlenkreiskliniken (MKK) nicht sofort, was sich dahinter für ein Aufgabengebiet verbirgt: Das SPZ mit seinem 16-köpfigen Spezialisten-Team ist Begleiter, Beobachter und Förderer für Familien mit Kindern. Das Eröffnungssymposium zeigte in vier Vorträgen die Bandbreite von der Kinderneurologie bis zu Fragen der Inklusion und der Eltern-Selbsthilfe.

Im Laufe der Entwicklung eines Kindes können verschiedenste Verhaltensauffälligkeiten oder Entwicklungsstörungen auftreten. In den meisten Fällen führt der Weg zum jeweiligen Kinderarzt. Hier finden besorgte Eltern den richtigen Ansprechpartner. Doch es gibt Fälle, in denen der Arzt eine weitere fachliche Einschätzung benötigt. Für solche Fälle gibt es in Deutschland die Sozialpädiatrischen Zentren. Dort können umfangreiche Untersuchungen und Behandlungen vorgenommen und entsprechende Empfehlungen ausgesprochen werden, berichten die Mühlenkreiskliniken.

Im Oktober 2015 hat das SPZ am Johannes Wesling Klinikum Minden seine Arbeit aufgenommen. Die Einrichtung eines Sozialpädiatrischen Zentrums ist für das Johannes Wesling Klinikum Minden ein großer Schritt, heißt es in der Mitteilung.

Zum SPZ-Team gehören Kinder- und Jugendärzte, Psychologinnen, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Logopädinnen und Heil- und Sozialpädagoginnen. Das erlaubt, ein breites Spektrum an Diagnostikmethoden und Behandlungsweisen abzudecken. Dieses ist notwendig, da sich unter den Patienten neben Kindern mit Entwicklungsstörungen, Behinderungen, Verhaltensauffälligkeiten oder Lernstörungen auch Kinder und Jugendliche befinden mit Epilepsie, Down-Syndrom oder Autismus.

SPZ-Leiter Pampel: „Unser Hauptaugenmerk liegt neben einer umfassenden Untersuchung darauf, einen optimalen Behandlungsplan für jeden einzelnen Patienten auszuarbeiten.“ Man wollen im Austausch mit den Fachkräften aus Praxen, Kindertagesstätten, Schulen und anderen Einrichtungen jedem Kind ermöglichen, durch Förderung seinen Platz in der Gesellschaft zu finden.

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