IHK warnt vor zunehmenden Belastungen

Positive Aussichten für Wirtschaft

+
Mediengruppe Kreiszeitung

Minden-Lübbecke - Der Wirtschaft im Kreis Minden-Lübbecke geht es insgesamt gesehen gut, und die Zukunftsaussichten für dieses und nächstes Jahr sind ebenfalls positiv. Das zumindest geht aus dem aktuellen Lagebericht der Mindener Zweigstelle der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) hervor, der jetzt veröffentlicht wurde.

Trotz des erfreulichen Gesamteindrucks sieht die IHK Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung. Zweigstellenleiter Karl-Ernst Hunting: „Dazu zählen die Konflikte in der Ukraine, im Irak und in Syrien und die Finanzkrise in Griechenland. Es geht aber auch um die zunehmenden Belastungen der Unternehmen durch die Bundespolitik wie beispielsweise durch die abschlagsfreie Rente mit 63, die Mütterrente und den Mindestlohn.“ Außerdem nehme die Bürokratie weiter zu.

Die Verschuldung des Landes NRW und die teils sehr angespannte Haushaltssituation bei Städten und Gemeinden sowie des Kreishaushalts insgesamt würden sich zunehmend auf die Unternehmen auswirken, so die IHK. Insbesondere sei bei steigenden Zinsen mit einem weiteren Anstieg der Steuerbelastung zu rechnen. Vor dem Hintergrund von steigenden Gewerbesteuereinnahmen insgesamt sei diese Entwicklung besorgniserregend.

„Jede Kommune im Kreis Minden-Lübbecke hat mit ihrer speziellen Situation ‚zu kämpfen‘. Es fällt aber auf, dass es vor allem ländliche Kommunen in mehrfacher Hinsicht bei ihrer Entwicklung schwer haben“, bemerkt Hunting. Dazu zählten der Einwohnerrückgang und die schwache Einzelhandelszentralität, teilweise aber auch Abhängigkeiten des kommunalen Finanzhaushaltes von den Einnahmen einzelner großer Steuerzahler.

Der Schwerpunkt des aktuellen IHK-Lageberichts beschäftigt sich mit der Gesundheitswirtschaft. IHK-Wirtschaftsförderungsreferent Tobias Haneklaus: „Die Gesundheitswirtschaft im Mühlenkreis nimmt eine Spitzenposition in Ostwestfalen ein.“ Verglichen mit allen anderen ostwestfälischen Kreisen und mit der kreisfreien Stadt Bielefeld verfüge der Kreis über die höchste Anzahl von Krankenhäusern. Die Gesundheitswirtschaft sei im Mühlenkreis sehr breit aufgestellt. Die Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen seien ein wichtiger Standortfaktor für die hier ansässigen Fachkräfte und für die Bevölkerung. Sie zögen Patienten und Gäste aus anderen Teilen NRWs, Deutschland und der Welt an. Die Zukunftsaussichten der Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen seien gut, aber kein Selbstläufer. Wichtig seien die fachliche Weiterentwicklung, die Begrenzung der Kosten, ausreichende Finanzierungssysteme, ein gutes Umfeld für die Medizinerausbildung und überzeugende Lösungen für den schon bestehenden Fachkräftemangel.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Deutsche Soldaten sterben bei Hubschrauberabsturz in Mali

Deutsche Soldaten sterben bei Hubschrauberabsturz in Mali

Sommerreise durch den Landkreis Diepholz - der Mittwoch

Sommerreise durch den Landkreis Diepholz - der Mittwoch

Hochwasser-Einsatz der Verdener Feuerwehren

Hochwasser-Einsatz der Verdener Feuerwehren

Vorsicht: Hier lauern im Haushalt die meisten Keime

Vorsicht: Hier lauern im Haushalt die meisten Keime

Kommentare