Vier Tote bei Verkehrsunfall: Gericht lehnt Haftbefehle ab

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Autounfall in Petershagen

Petershagen - Nach einem Verkehrsunfall mit vier Toten in Ostwestfalen hat das Amtsgericht Minden keine Haftbefehle gegen die mutmaßlichen Unfallverursacher erlassen.

Das Gericht sehe keinen mit Sicherheit begründbaren Tötungsvorsatz, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Montag mit. Außerdem stehe das Ergebnis der Blutuntersuchung der 22 und 23 Jahre alten Männer noch aus. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung und hatte Haftbefehl beantragt.

Bei dem Unfall auf einer Landstraße in Petershagen an der Grenze zu Niedersachsen waren am Mittwoch vier von fünf Insassen eines Cabrios ums Leben gekommen. Weitere Unfallopfer wurden schwer verletzt, als das Cabrio, ein Kleinwagen und ein Lastwagen bei Ausweichmanövern zusammenstießen, sich überschlugen und von der Straße abkamen. Die Männer in dem Cabrio im Alter von 18 bis 43 Jahren stammen aus dem Raum Nienburg und waren miteinander verwandt.

Die beiden Männer in dem Kleinwagen waren Zeugen bereits vor dem Unfall aufgefallen, als sie bei einem Überholmanöver ein eingeschaltetes Blaulicht aus dem Fenster gehalten haben sollen. Ein Blaulicht wurde später in dem Unfallwagen gefunden. Ob es auch bei tödlichen Überholmanöver verwendet wurde, ist unklar. Die Polizei sucht dafür Zeugen.

dpa

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