Abruszat bleibt Vorsitzender der Mühlenkreis-FDP / Sorgen und Nöte ernst nehmen

Mit Vertrauen und Vernunft

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FDP-Kreisvorsitzender Kai Abruszat überreichte den „Günther-Noltingk-Preis“ an die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Espelkamp, Gisela Vorwerg.

Minden-Lübbecke - Kai Abruszat bleibt für die kommenden zwei Jahre Vorsitzender der Minden-Lübbecker Liberalen. Der seit 2008 amtierende Kreisvorsitzende wurde auf dem Parteitag im Hotel Annelie in Preußisch Oldendorf einstimmig für eine weitere Amtszeit bestätigt.

„Mit Vertrauen, Verantwortung und Vernunft wollen wir in der Zukunft liberale Politik im Mühlenkreis gestalten,“ bekräftigte Abruszat vor den Delegierten aus den elf Ortsverbänden der Liberalen des Mühlenkreises. Angesichts einer zunehmenden Krise der Parteiendemokratie komme es jetzt darauf an, die Sorgen und Nöte der Menschen ernst zu nehmen. „Die FDP war stets eine Partei der Mitte. So positionieren wir uns auch jetzt,“ bekräftigte Abruszat in seinem Rechenschaftsbericht.

Der neue Vorstand der Mühlenkreis-FDP (v.l.): Dörte Brockmeier, Nikolaus Reincke, Cornelia Müller-Dieck, Kai Abruszat, Daniela Beihl, Andreas Eickmeier und Susanne Engelking.

Zugleich begingen die Liberalen in einer Rückschau eine Zeitreise auf sieben Jahrzehnte FDP-Politik in der Region. 1946 begann der Wiederaufbau der Partei. „Es ist wichtig, an die große Tradition zu erinnern und daraus auch seine eigenen Leitlinien für die Zukunft zu entwickeln“, begründete Abruszat diese Aufgabe und verlieh im Namen des Kreisvorstandes den nach dem ehemaligen langjährigen Bundestagsabgeordneten und FDP-Kreisvorsitzenden Günther Nolting benannten „Günther-Nolting-Preis“ an die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Espelkamp, Gisela Vorwerg.

Auch die Neuwahlen zum Kreisvorstand waren von Harmonie geprägt. Eine Frauenquote hat die FDP nicht – dennoch gehören vier Frauen dem siebenköpfigen geschäftsführenden Kreisvorstand an. Neben Cornelia Müller-Dieker (Porta Westfalica) als Stellvertreterin wurden Daniela Beihl (Espelkamp) als stellvertretende Kreisvorsitzende, Susanne Engelking (Porta Westfalica) als Schriftführerin und Dörte Brockmeier (Hille) als Stellvertreterin gewählt. Andreas Eickmeier bleibt stellvertretender Kreisvorsitzender. Den Vorstand komplettiert neu Nikolaus Reincke (Minden) als Kreisschatzmeister.

Programmatisch sprachen sich die Mühlenkreis-Liberalen für mehr finanzielle Unterstützung von Bund und Land für die kommunale Familie aus, damit die Herausforderung der Flüchtlingskrise vor Ort bewältigt werden kann. „Bund und Land dürfen die kommunale Familie vor Ort nicht im Regen stehen lassen,“ appellierte der ehemalige Landtagsabgeordnete Kai Abruszat an die höheren Ebenen, die Städte und Gemeinden im Mühlenkreis bei dieser Herausforderung zu unterstützen.

Abruszat plädierte für einen stärkeren Dialog der Städte und Gemeinden untereinander und mahnte mehr interkommunale Zusammenarbeit auch auf Kreisebene an. „Das kann Synergien bringen und die finanzielle Handlungsfähigkeit der kommunalen Familie sicherstellen.“

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